Inhalt

Projekttitel

Fit und gesund im städtischen Forst

Setting

Betriebe / Arbeitsplatz

Zielgruppe

Mitarbeiterinnen / Mitarbeiter

Ort/Land

Freiburg, (BW)

Jahr

2013

Projektträger

Stadtverwaltung Freiburg, Haupt- und Personalamt

→ Link zum Projekt Projektleitung

Marion Ludwig

→ marion.ludwig@stadt.freiburg.de
Projektleiterin Marion Ludwig Logo Freiburg im Breisgau
Eine Gruppe Forstarbeiter neben einem gefällten Baum im Wald Zwei Forstarbeiter bei der Arbeit

Fit und gesund im städtischen Forst

Für die Mitarbeitenden im Forstamt wurde ein Projekt speziell für ihre Rückengesundheit entwickelt.

Die Gesundheit der städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist eine grundlegende Voraussetzung, um den vielfältigen Anforderungen und Belastungen der täglichen Arbeit aktiv begegnen zu können. Unsere Beschäftigten sind unser größtes „Kapital“. Dies gilt es zu fördern und zu unterstützen!
Für unsere Mitarbeitenden im Forstamt haben wir ein Projekt entwickelt, das speziell die Rückengesundheit thematisiert. Durch offene Zusammenarbeit mit allen Beteiligten wurden auch die Themen interne Kommunikation, Arbeitsorganisation, verbesserte Zusammenarbeit und wertschätzende Führungskultur aufgegriffen.

„Uns geht es gut, wenn unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesund sind und sich wohl fühlen!“
Ausgangslage

Wie kamen Sie auf die Idee, ein spezielles Projekt für die Waldarbeiter des Forstamtes ins Leben zu rufen?

Marion Kuderer: Seit 2007 hat die Stadtverwaltung Freiburg für ihre ca. 3.400 Mitarbeitenden ein Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) aufgebaut. Es werden attraktive Seminare und Vorträge aus den Präventivbereichen Bewegung, Ernährung, Entspannung, gesunder Lebensstil und gesundheitsbewusste Führung angeboten. Bei Bedarf besteht die Möglichkeit, gesundheitsfördernde individuelle Maßnahmen zu beantragen. So wurde zum Beispiel vom Forstamt ein Antrag gestellt, „Etwas“ für die Gesundheit seiner Waldarbeiter zu tun.

Ziele

Welche Ziele haben Sie aus dem „Etwas“ abgeleitet?

Marion Ludwig: Ziel des Projektes war zunächst, etwas für die Rückengesundheit der Waldarbeiter anzubieten. Nach einer Befragung aller Waldarbeiter hat sich die Zielsetzung erweitert: neben einem „gesunden Rücken“ gibt es noch weiteren Handlungsbedarf – auch die interne Kommunikation, Arbeitsorganisation und Zusammenarbeit soll verbessert und eine wertschätzende Führungskultur ermöglicht werden.

Methoden

Welche Methode haben Sie für das Projekt gewählt?

Marion Ludwig: In zwei Teamdialogen haben wir die Waldarbeiter befragt, wie es ihnen geht und wo Probleme bestehen. Auf der Basis dieser Ergebnisse haben wir konkrete Maßnahmen durchgeführt. Dabei gab es zwei Schwerpunkte: verschiedene Personalentwicklungsmaßnahmen und konkrete Rückenschulungen.

Marion Kuderer: Den physiotherapeutischen Bedarf haben wir vor Ort im Wald erhoben. Dazu wurden typische Arbeitssituationen und Handhabungen der Arbeitsgeräte besprochen und dokumentiert. Dies war die Basis weiterer Workshops mit allen Waldarbeitern und deren Revierleitungen. In den Workshops wurde erklärt, welche Belastungen für Gelenke und Rücken bestehen und mittels welcher Haltungen und Übungen ein Ausgleich herbeigeführt werden kann. Von diesen Übungen haben wir Plakate hergestellt, die jetzt als Gedächtnisstütze in allen Bauwagen der Waldarbeiter hängen. Weitere Schulungen sind vorgesehen. Ziel ist es dabei, die Waldarbeiter zu motivieren, die nicht sehr zeitintensiven Ausgleichsübungen in ihren täglichen Arbeitsablauf zu integrieren.

Finanzierung

Wer beteiligte sich an der Finanzierung des Projekts?

Marion Ludwig: Die Finanzierung des Projekts lief über das zentrale Budget des Haupt- und Personalamts. Kosten fielen für externe Trainerinnen und Trainer als auch für interne Personalressourcen zur Begleitung und organisatorische Durchführung an. Die AOK und die landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft Baden-Württemberg beteiligten sich finanziell.

Erfahrungen

Können Sie das Projekt auch an andere Stadtverwaltungen weiterempfehlen?

Marion Kuderer: Ja - ohne Einschränkung! Besonders empfehlen wir die von uns gewählte Herangehensweise: wir haben nicht vom „grünen Tisch“ aus entschieden! Wir haben auch nicht einfach angeboten, was nach unserem Ermessen den Mitarbeitenden gut tun könnte. Stattdessen haben wir ganz konkret unsere Mitarbeitenden gefragt. Sicher waren wir über das Ergebnis erstaunt – es war mehr, als wir ursprünglich gedacht hatten. Wir haben uns aber darauf eingelassen und ein passgenaues Angebot entwickelt. Das hat sich gelohnt. Unser Forstamtsleiter hat es in einem kurzen Satz formuliert: „Das Projekt hat uns gut getan!“ Jetzt gilt es, für Nachhaltigkeit zu sorgen.