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Personengruppe mit Vertreterinnen und Vertretern der mit dem Sonderpreis ausgezeichneten Projekte auf der Bühne.

Sonderpreis 2016

„Kultur für Gesundheit“

Sonderpreis 2016

Themen aus Gesundheitsförderung und Prävention Aufmerksamkeit zu verschaffen, ist angesichts der uns umgebenden Informationsflut nicht einfach. Wie gelingt es, Botschaften so weiterzugeben, dass sie wahrgenommen werden? Wie können Menschen unterschiedlicher Zielgruppen erreicht und zum Handeln bewegt werden? Die fünf von der IBK-Jury in 2016 mit der Sonderauszeichnung „Kultur für Gesundheit“ bedachten Projekte haben eine besondere Form der Ansprache gewählt: Sie nutzen kulturelle Zugangswege, um ihre Anliegen an die Empfängerinnen und Empfänger zu bringen. Jedes der ausgezeichneten Projekte steht für eine unterschiedliche und überzeugende adressatengerechte Herangehensweise.

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Grenzen erleben (Erlebnisausstellung) Sozialpsychiatrische Dienste Traunstein, Caritas-Zentrum Traunstein

Mann mit Einkaufswagen, der zahleichen äußerlichen Reizen ausgesetzt ist

Sozialpsychiatrische Dienste Traunstein, Caritas-Zentrum Traunstein

Grenzen erleben (Erlebnisausstellung)

GRENZen erLEBEN ist eine Ausstellung über Depression und Schizophrenie – konzipiert anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Beratungsstelle für Psychische Gesundheit der Sozialpsychiatrischen Dienste Traunstein. Ziel ist, gesunde Menschen erfahren zu lassen, wie psychisch kranke Menschen die Welt erleben. Herzstück sind zwei Räume, die abgeschlossen und getrennt voneinander mittels verschiedener produzierter Reize einen authentischen Eindruck vermitteln, wie Depression und Schizophrenie sich „anfühlen“.

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Multiple Schicksale (Dokumentarfilm) Jann Kessler, Revolta Productions

Frau steht an Balkongeländer und pustet Seifenblasen

Jann Kessler, Revolta Productions

Multiple Schicksale (Dokumentarfilm)

Im Film „Multiple Schicksale – vom Kampf um den eigenen Körper“ begegnet man Menschen, die mit der Diagnose Multiple Sklerose leben. Er lässt eintauchen in Schicksalsschläge und Zuversicht, Verzweiflung und Mut, prägende und auch schöne Erfahrungen voller Freude. Dabei lässt die Kamera tiefe Einblicke zu und hält dennoch respektvoll Distanz. Entstanden ist ein vielschichtiger Film, der vor den schwierigen Fragen ebenso wenig zurückweicht wie vor den schönen Momenten des Lebens.

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Spielfieber (Interaktives Browsergame) Aktion Jugendschutz Landesarbeitsstelle Bayern e. V.

Screenshot des Browsergames

Aktion Jugendschutz Landesarbeitsstelle Bayern e. V.

Spielfieber (Interaktives Browsergame)

Mit zunehmender Verbreitung des Glücksspiels sowie der Erschließung neuer Zugangswege, etwa über das Internet, nehmen Minderjährige – trotz gesetzlicher Verbote – verstärkt am Glücksspiel teil. Um Jugendliche dort zu erreichen, wo sie häufig aktiv sind, zu Glücksspielen Zugang haben und an diesen teilnehmen, wurde das interaktive Browsergame „Spielfieber – der Countdown läuft“ entwickelt und 2012 veröffentlicht. „Spielfieber“ sensibilisiert Jugendliche für die Suchtgefahren von Glücksspielen – in einem Spannungsfeld von pädagogischer Botschaft und Spielspaß.

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Theater zum Leben (Konflikt-Workshops) InKonTra – Interkulturelle Konflikttransformation

Zwei Personen interagieren während eines Theaterworkshops. dahinter mehrere Zuschauer

InKonTra – Interkulturelle Konflikttransformation

Theater zum Leben (Konflikt-Workshops)

„Theater zum Leben: Interkulturelle Lern- und Ermächtigungsräume“ sind Workshops. Sie bieten eine kreative und freudvolle Art des Dialogs, um interkulturelle Konflikte konstruktiv und zu transformieren. Damit können Menschen spielerisch und über Sprachbarrieren hinweg andere Menschen  in einer gemeinsamen Herausforderung erleben und voneinander lernen. Im improvisierten theatralen Ausdruck lernen die TeilnehmerInnen ihren eigenen Bezug zum Konfliktthema „Wir und die Anderen“ kennen. Im Prozess werden immer wieder neue Wege für ein gutes Miteinander entdeckt und entwickelt.

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Wahnsinnsnächte (Kulturfestival) PsyCon.li

Theaterstück: Einer flog über das Kuckucksnest

PsyCon.li

Wahnsinnsnächte (Kulturfestival)

Grundidee für das Kulturfestival Wahnsinnsnächte war, die öffentliche Wahrnehmung des Themas psychische Gesundheit und Krankheit zu verbessern. Ursprünglich war 1995 ein einziger Durchgang vorgesehen – mittlerweile findet das Festival zum 12. Mal  an bis zu zehn Standorten statt. Umfang und Angebot wie Lesungen, Film, Theater, Musik und Vorträge haben sich stark vergrössert. Das Festival wird inhaltlich von Fachverbänden, staatlichen oder lokalen Interessens- oder Behandlungsträgern unterstützt und generiert die Mittel aus unterschiedlichsten Quellen. (Projektseite öffnen)