Inhalt

Projekt: Trotz Allem Vernetzt, Jahr: 2013

Projekttitel

Trotz Allem Vernetzt

Setting

Sonstige

Zielgruppe

Bevölkerung allgemein

Ort/Land

Feldkirch, (A )

Jahr

2013

Projektträger

IfS-Familienarbeit gemn. GmbH

→ Link zum Projekt Projektleitung

Dr. Hubert Löffler
+43 (0)6644 630 507

→ loeffler.hubert@ifs.at
Projektleiter Dr. Hubert Löffler Logo IfS Familienarbeit gGmbH
Menschen,die sich gegenseitig den Rücken massieren Kinder und Erwachsene an einem Tisch im Freien
Kennzeichnung Siegerprojekt Siegerprojekt 2013

Trotz Allem Vernetzt

Das Projekt fördert schrittweise die soziale Integration armer Menschen.

Neue Forschungen belegen, dass Gesundheit mit schlechter sozialer Integration stärker zusammenhängt als z. B. mit Übergewicht. Die Teilnehmer/innen sind von den Jugendämtern zugewiesene Familien. Nach einer neu entwickelten Analyse wird ein persönliches Integrationsziel erarbeitet. Dann werden diese Ziele in sechs Modulen unterstützt: Im kinder.netz durch eine Tagesbetreuung, im jugend.netz durch ein Jugendhaus und im familien.netz werden Familiengruppen gebildet, die gemeinsame Zeiten gestalten. Im gemeinde.netz wird das regionale Vereinsleben genutzt. Im Modul netz.pass werden finanzielle Barrieren überwunden und im inter.netz das Internet genutzt. Über 500 Personen können so vor sozialer Vereinsamung bewahrt bzw. in ihrem Sozialkapital gestärkt werden.

„Das Projekt fördert die Integration armer Menschen.“
Ausgangslage

Warum haben Sie das Projekt ins Leben gerufen?

Dr. Hubert Löffler: Schon immer machten uns die Vereinsamung der Familien, die uns wegen Kindeswohlgefährdung anvertraut werden, große Sorgen. Es sind materiell arme Menschen. Wir wollten gezielt die soziale Vernetzung armer Menschen verbessern. Ein Hauptproblem für die Gesundheitsförderung ist es, an arme Menschen heranzukommen. Also verknüpften wir unseren Beratungszugang mit dem Ziel, diese sozioökonomisch benachteiligten Menschen gesundheitsfördernd im Sinne der Verbesserung ihrer sozialen Bezüge zu unterstützen.

Ziele

Welche Ziele verfolgen Sie mit der Umsetzung dieses Projekts?

Dr. Hubert Löffler: Die Teilnehmer/innen erfahren eine nachhaltige Verbesserung der sozi­alen Kontakte. Sie haben z. B. über die angebotenen Module neue Kontakte herstellen und pflegen können. Kinder und Jugendliche sind nachhaltig in regionalen Vereinen und Gruppen aufgenommen. Sie sind für soziale Kontakte sensibilisiert, haben Hürden überwunden und ihre Fähigkeit verbessert, diese Kontakte auch zu erhalten. Das soziale Netz als wesentliche Gesundheitsressource der armutsgefährdeten Zielgruppe ist gestärkt.

Methoden

Wie genau unterstützen Sie die teilnehmenden Personen in ihrer Situation?

Dr. Hubert Löffler: 45 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erstellen mit den Teilnehmenden individuelle netz.karten und erarbeiten Vernetzungsziele. Sie unterstützen sie bei der Zielverfolgung entweder individuell oder im Rahmen der sechs Module, die in Kooperation mit einer Reihe von Systempartnern (IfS-Schuldenberatung, 30 Gemeinden, Kinder-Tagesbetreuung talENTE, Elternberatung connexia, offenes Jugendhaus Bludenz, regionale Kinderbetreuungseinrichtungen, überregionale NGOs, …) angeboten werden.

Finanzierung

Wie sieht die Finanzierung aus?

Dr. Hubert Löffler: Finanziert wird das Projekt durch den Fonds Gesundes Österreich mit 260.000 Euro, den Fonds Gesundes Vorarlberg mit 140.000 Euro, die IfS-Familienarbeit mit 60.000 Euro und durch Sponsoring der finanziellen Hilfen für die Teilnehmer/innen selbst (netz.pass) mit 30.000 Euro.

Erfahrungen

Können Sie von konkreten Ergebnissen berichten?

Dr. Hubert Löffler: Sechs Familiengruppen mit je ca. 25 Personen wurden durchgeführt. Fünf Gruppen gingen nach offiziellem Abschluss in Eigenregie weiter. Viele Jugendliche haben den Zugang zum Jugendhaus in Bludenz gefunden. Gefährdete Kinder aus armen Familien haben in der Tagesbetreuung talENTE nicht nur Heimat, sondern auch Freunde gefunden, und deren Eltern sind in guten Austausch untereinander gekommen. Etwa 100 Personen erhielten finanzielle Unterstützung im Gesamtausmaß von 30.000 Euro, um soziale Aktivitäten zu erhalten.