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Projekt: Sterne für Schulen im Landkreis Biberach, Jahr: 2010

Projekttitel

Sterne für Schulen im Landkreis Biberach

Setting

Schulen / Bildung

Zielgruppe

Kinder

Ort/Land

Biberach, (BW)

Jahr

2010

Projektträger

Gesundheitsamt Biberach / Regionale Arbeitsgemeinschaft

→ Link zum Projekt Projektleitung

Dr. med. Monika Spannenkrebs
+49 (0)7351 52 6167

→ monika.spannenkrebs@biberach.de
Projektleiterin Dr. med. Monika Spannenkrebs Logo Landkreis Biberach Logo Regionale Arbeitsgemeinschaft Gesundheitserziehung im Landk
Gruppenfoto Kinder und Erwachsene Zuhörende im Vortragsraum

Sterne für Schulen im Landkreis Biberach

Der Landkreis Biberach beschreitet mit dem Konzept «Sterne für Schulen» einen neuen Weg der Präventionsarbeit an Schulen.

Eine Schule, die ein präventives Thema in ihrem Schulprofil verankert hat und nachhaltig verfolgt, kann sich um die Auszeichnung mit einem Stern bewerben. Die Sterne werden von der Regionalen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitserziehung (RAG) im Landkreis unter Federführung des Gesundheitsamtes verliehen. Die RAG ist gleichzeitig auch ein Netzwerk von Akteuren in der Prävention, die den Schulen als Partner zur Seite steht. Best-Practice-Beispiele der prämierten Schulen finden sich auf der «Sterne für Schulen»-Webseite und sollen Motivation und Anreiz für weitere Schulen geben.

„Eine Schule, die eine gesunde Lebenswelt bietet, ist auch eine Schule, in der sich Schüler/innen und Lehrer/innen wohlfühlen.“
Ausgangslage

Wie entstand die Idee zu einem Belohnungssystem für präventiv aktive Schulen?

Dr. med. Monika Spannenkrebs: Bereits im Herbst 2006 entstand innerhalb der RAG der Wunsch eines Richtungswechsels der Prävention an Schulen. Es wurde nach einem Weg gesucht, wie die Schulen bestärkt werden könnten auf ihrem Weg zur Schule mit gesundheitsförderndem Profil. Eine Schule, die eine gesunde Lebenswelt bietet, ist auch eine Schule, in der sich Schüler und Lehrer wohlfühlen und in der gute Lernfortschritte erreicht werden. Dabei ließ sich feststellen, dass sich viele Schulen bereits auf den Weg gemacht haben und großartige präventive Arbeit leisten. Aus diesen Überlegungen heraus kam es zu der Idee, die Schulen für die Umsetzung präventiver Themen in ihrem schulischen Alltag mit Sternen zu belohnen, nach dem Vorbild der Hotels und Gaststätten.

Ziele

Was für ein Ziel stand dabei für Sie im Vordergrund?

Dr. med. Monika Spannenkrebs: Ziel der Sterne ist es, Anreize zu setzen, damit sich Lehrer/innen, Schüler/innen, Eltern und Schulträger gemeinsam um eine Umgestaltung der Schule zur gesunden Schule bemühen. Die Schulen profitieren langfristig von ihrem Engagement für ihren Stern. Er gibt Motivation zu noch besserer Präventionsarbeit, die das Gesamtklima an der Schule verändert und schafft eine Identifikation der Schüler/innen, Eltern und Lehrer/innen und des Trägers mit ihrer Schule.

Methoden

Was muss eine Schule leisten, um sich mit einem Stern schmücken zu können?

Dr. med. Monika Spannenkrebs: Sterne werden in regelmäßigen Abständen verliehen. Neu ist der Ansatz der Belohnung, Wertschätzung und des Ansporns zur Mobilisierung eigener Ressourcen. Durch die Festlegung der Kriterien, die zur Sternvergabe notwendig sind, wurden klare Ziele formuliert, die den Initiatoren für die Präventionsarbeit in den Schulen wichtig ist. Die Schulen finden jedoch ihren eigenen Weg, wie sie die Ziele in ihrer Einrichtung erreichen. Sie erhalten dabei Hilfestellung und Anregung durch die Beispiele anderer Schulen im Landkreis und durch die RAG-Mitglieder, die Experten im Bereich Prävention sind. Prämierte Schulen motivieren andere Schulen zur Weiterentwicklung, um in der nächsten Bewerbungsrunde antreten zu können. Die Best-Practice-Beispiele aus dem Landkreis werden auf der Internetseite von „Sterne für Schulen“ gesammelt und sollen weiter Einrichtungen inspirieren.

Finanzierung

Welcher finanzielle Rahmen muss für die Umsetzung eines solchen Projekts gegeben sein?

Dr. med. Monika Spannenkrebs: «Sterne für Schulen» ist kostengünstig. Die Mitglieder der Projektgruppe arbeiten im Rahmen ihres dienstlichen Präventionsauftrages oder ehrenamtlich mit. Es entstehen Sachkosten, wie die Gestaltung und der Druck von Flyern und Urkunden sowie Kosten für die Feier zur Verleihung. Jede Schule erhält ein kleines Preisgeld. Zusammenfassend lässt sich also mit einem relativ geringen finanziellen Aufwand mit dem Projekt «Sterne für Schulen» eine nachhaltige Verankerung von präventiven Themen bei allen Beteiligten an den Schulen im Landkreis erreichen. Das Projekt wurde im ersten Durchgang von der Bruno-Frey-Stiftung finanziert, im zweiten Durchgang von der Stiftung der Kreissparkasse Biberach im Rahmen des kommunalen Präventionspaktes KOMM.

Erfahrungen

Wie wurde das Projekt von den Schulen angenommen?

Dr. med. Monika Spannenkrebs: Sehr gut! Bis heute haben wir 27 Schulen mit 58 Sternen ausgezeichnet. Viele Schulen wurden für ihre hervorragende präventive Arbeit bereits mit mehreren Sternen prämiert. Auch der Bekanntheitsgrad des Projekts ist gestiegen, in der zweiten Bewerbungsrunde konnten wir uns über eine Verdoppelung der Bewerbungen freuen. Es gibt viele interessierte Nachfragen aus anderen Landkreisen, auch aus anderen Bundesländern. Das Projekt wird bereits teilweise an anderen Standorten übernommen.