Inhalt

Projekt: SpoKo, Jahr: 2010

Projekttitel

SpoKo

Setting

Vereine / Freizeit

Zielgruppe

Migrantinnen / Migranten

Jugendliche

Ort/Land

Zürich, (CH )

Jahr

2010

Projektträger

Schweizerisches Rotes Kreuz Kanton Zürich, Jugendrotkreuz

→ Link zum Projekt Projektleitung

Stefanie Hobbs Santos
+41 (0)44 388 25 27

→ stefanie.hobbs@srk-zuerich.ch
Projektleiterin Stefanie Hobbs Santos Logo Schweizerisches Rotes Kreuz im Kanton Zürich
Drei Jungen unterschiedlicher Herkunft beim Kochen Jugendliche am Tisch mit Schreibzeug

SpoKo

Die Ferienwoche «Sport und Kochen» (SpoKo) ermöglichte jugendliche Migrant/innen zwischen 10 und 14 Jahre in Zürich eine abwechslungsreiche Ferienwoche und bot ihnen die Gelegenheit, ungezwungen Detusch zu lernen.

Das Jugendrotkreuz (JRK) Kanton Zürich entwickelte mit einer Gruppe von acht jungen Freiwilligen die Ferienwoche «Sport und Kochen» (SpoKo) für jugendliche Migrant/innen zwischen 10 und 14 Jahren in der Stadt Zürich. Beim Pilotprojekt besuchten 15 der 16 Teilnehmenden eine Integrationsklasse und waren somit weniger als ein Jahr in der Schweiz. Dank «SpoKo» konnten sie auch in spielerischem und ungezwungenem Rahmen Deutsch lernen und üben. Zusätzlich stand die Idee im Vordergrund, diesen meist aus schwierigen finanziellen Verhältnissen stammenden Kindern und Jugendlichen eine abwechslungsreiche Ferienwoche zu ermöglichen. Während vier Tagen wurden sie für mehr Bewegung und einfaches Kochen begeistert.

„Die Ferienwoche sollte zu einer Reflexion über gesunde Ernährung führen und die Kinder und Jugendlichen zu mehr Bewegung in ihrem Alltag motivieren - zum eigenen Wohlbefinden und zur Steigerung der Zufriedenheit.“
Ausgangslage

Wie sind Sie beim JRK Kanton Zürich zur Idee von «Sport und Kochen» gekommen?

Stefanie Hobbs: Beim Jugendrotkreuz (JRK) Kanton Zürich engagieren sich junge Freiwillige ­­zwischen 15 und 30 Jahren in verschiedenen Aktivitäten im sozialen Bereich. Eines ­der Ziele 2008 des JRK Kanton Zürich war es, eine neue Aktivität im Bereich «Gesundheit» zu entwickeln. Eine Gruppe von jungen Freiwilligen hat sich mit verschiedenen Projektideen ausei­nandergesetzt. Dabei entstand die Idee zu einer Ferienwoche, die zur Reflexion über gesunde Ernährung führen und die Jugendlichen zu mehr Bewegung in ihrem Alltag motivieren soll.

Ziele

Und was wollten sie primär mit dem Projekt erreichen?

Stefanie Hobbs: Erstes Ziel war, die 16 jugendlichen Migrant/innen zwischen 10 und 14 Jahren in der Ferienwoche für mehr Bewegung in ihrem Alltag und eine gesunde Ernährung zu motivieren. Zum zweiten Ziel setzten wir uns, dass junge Freiwillige unter Anleitung ­einer Mitarbeiterin des JRK Kanton Zürich die Aktivität „SpoKo“ entwickeln, planen und durch­führen und dabei als Gruppenleiter/innen die Verantwortung übernehmen.

Methoden

Wie wurde das Projekt dann umgesetzt?

Stefanie Hobbs: Das zeitliche Konzept der «SpoKo»-Tage war aufgeteilt in ein Vormittags­programm, welches sich dem Kochen widmete. Mit einfachen Gerichten wollten wir die Jugendlichen animieren, selber zuhause gesund zu kochen, mit den entsprechenden Hygiene- und Sicherheitsvorkehrungen. Der Nachmittag wurde dann jeweils sportlich gestaltet. Je zwei junge Freiwillige übernahmen die Planung eines Tagesprogamm und waren so für das Kochen und die Spiele verantwortlich.

Finanzierung

Was haben Sie in das Projekt «SpoKo» investiert?

Stefanie Hobbs: Insgesamt kostete das Pilotprojekt 12 000 Franken. Diese Summe beinhaltet die Lohnkosten, Spesen, die Turnhallenmiete und Nahrungsmittel für die «SpoKo»-Ferienwoche. Acht Freiwillige gaben 16 jugendlichen Migranten ihr Wissen weiter und motivierten diese für eine gesunde Ernährung und mehr Bewegung. Machen wir ein Gedankenspiel: Wenn lediglich ein Jugendlicher dank der Sensibilisierungsarbeit vor Übergewicht oder vor einem Rückenleiden bewahrt wird, dann hat die Aktivität nur einen Bruchteil dessen gekostet, ­was der Jugendliche im Krankheitsfall die Gesellschaft kosten würde.

Erfahrungen

Welches Fazit ziehen Sie aus Ihrer Erfahrung mit «SpoKo»?

Stefanie Hobbs: Das Pilotprojekt hat das JRK Kanton Zürich motiviert, die Aktivität weiter zu entwickeln. Es wurde seit dem Projektbeginn eine Pilotphase mit Sportnachmittagen gestartet. Viele der teilnehmenden Jugendlichen waren bereits in der «SpoKo»-Ferienwoche. So findet im Bereich «Bewegung im Alltag» eine wiederholte Auseinandersetzung statt. Die Ferienwoche wurde im Frühjahr bereits schon einmal wiederholt und im Herbst fand ein «SpoKo»-Wochenende statt. Ziel ist es mindestens einmal im Jahr eine «SpoKo»-Ferienwoche zu organisieren sowie ein oder mehrere «Mini-SpoKo». Auch die Freiwilligen sind begeistert von «SpoKo». Es wird als neue Aktivität des JRK Kanton Zürich weitergeführt und im Rahmen von Kebab + des Migros Kulturprozent als Projektbeispiel vorgestellt (www.kebabplus.ch). Es freut uns natürlich, dadurch andere Jugendgruppen zu motiveren ähnliche Projekte durchzuführen – nicht nur innerhalb des JRK Kanton Zürich. Der Wunsch des JRK Kanton Zürich ist es, «SpoKo»-Ferienwochen und «Mini-SpoKos» an zwei weiteren Standorten im Kanton Zürich anzubieten. Die Nachfrage von Seiten der jugendlichen Migrant/innen ist da – und es gibt genügend junge Menschen, die sich als Freiwillige engagieren möchten.