Inhalt

Projekt: SehnSucht, Jahr: 2008

Projekttitel

SehnSucht

Setting

Schulen / Bildung

Zielgruppe

Jugendliche

Ort/Land

Heiden, (CH )

Jahr

2008

Projektträger

Beratungsstelle für Suchtfragen Appenzell Ausserrhoden, Bühler AR

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Andreas Beutler
+41 (0)71 278 76 41

→ info@andelu.net
Mann und zwei Jugendliche mit einer Filmkamera freuen sich Jugendliche und Erwachsene die einen Film drehen

SehnSucht

Die ganze Klasse kreiert einen Anti-Sucht-Werbespot von A bis Z: ein Präventionsangebot für Oberstufen in Appenzell Ausserrhoden

Jugendliche produzieren unter fachlicher Anleitung im Rahmen einer Projektwoche und in Form von Sucht-Werbespots Präventionsbotschaften für Jugendliche. Am Schluss der Kurswoche entstehen zwei bis drei Werbespots, welche den MitschülerInnen, Eltern, Verwandten und Bekannten vorgeführt werden. Die besten Spots werden in den Kinos in Appenzell Ausserrhoden einem breiten Publikum im Werbeblock vorgeführt. Die Idee des Projektes «SehnSucht» ist im Jahr 2004 in der Projektgruppe «Jugendplattform Heiden» in Zusammenarbeit mit der Beratungsstelle für Suchtfragen Appenzell Ausserrhoden entstanden.

Ausgangslage

Weshalb haben Sie das Projekt lanciert?

Präventions- und Werbefachleute versuchen, mit Projekten und Kampagnen präventive Botschaften für Jugendliche zu entwickeln und umzusetzen. Oft werden diese Botschaften schlecht vom Zielpublikum verstanden.

Ziele

Welche Ziele verfolgen Sie mit dem Projekt?

Jugendliche produzieren Präventionsbotschaften für Jugendliche. Somit können die Präventionsbotschaften optimal an die Zielgruppe transportiert werden. Die beteiligten Schulklassen beschäftigen sich auf attraktive Art und Weise mit den Themen Sucht, Werbung und natürlich auch damit, was es alles braucht, bis ein Kurzfilm schlussendlich «im Kasten» ist.

Methoden

Wie haben Sie die Projektidee umgesetzt?

SchülerInnen wissen, welche Art und Prävention ihre Altersgenossinnen und Altersgenossen anspricht. Deshalb wirken die Werbespots aus dem Projekt «SehnSucht» auch speziell auf Jugendliche – wohl viel mehr, als wenn sie von einem Profiteam gemacht worden wären. Dafür, dass die Spots aktuell sind, sorgen die Jugendlichen selber. Sie sind die besten Beobachter des Alltags und bringen immer wieder erstaunliche Themen, welche sie in einen Werbespot umsetzen möchten. Projektleiter Andreas Beutler ist selber Schauspieler und hat bei verschiedenen Filmproduktionen mitgewirkt. Er weiss also, was es braucht, bis eine einzelne Filmsequenz gedreht ist. Er hat für die gesamte Projektwoche entsprechende Arbeitsblätter ausgearbeitet, welche den SchülerInnen ermöglichen, konzentriert am Thema und an ihren Werbespot-Ideen zu arbeiten. Es werden einerseits gruppendynamische Prozesse in Gang gebracht und andererseits ist jede Schülerin und jeder Schüler mit einer speziellen Aufgabe (Requisite, Kostüm, Maske, Ton, Kamera, Regie etc.) betraut und hat viel Verantwortung für das Gelingen des Projektes. Die Projektleitung flechtet auch immer wieder speziell konzipierte Theorieeinheiten über Suchtthemen ein. Ca. zwei Wochen nach den Dreharbeiten können die SchülerInnen ihr Produkt ihren Eltern, Verwandten, Bekannten und MitschülerInnen vorstellen und den verdienten Applaus ernten.

Finanzierung

Wie wird das Projekt finanziert?

Die Kosten für eine Kurswoche und die Nachbearbeitung (Schnitt) sind mit Fr. 4‘000.– verhältnismässig hoch. Der Schule wird jedoch nur ein kleiner Betrag verrechnet.

Erfahrungen

Wie hat sich das Projekt entwickelt?

Die in den letzten Jahren entstandenen rund 50 Werbespots begeistern ausnahmslos durch erstaunlichen Einfallsreichtum und hohe Qualität. Negative Rückmeldungen durch die beteiligten Schulklassen blieben aus. Damit Präventionsbotschaften beim Publikum ankommen, muss das Publikum auch verstanden werden. Wer kann das bei der Jugendprävention besser als Jugendliche selber. Es gelingt, die Jugendlichen von der ersten Minute an zu faszinieren und die SchülerInnen in einen persönlichen und intensiven Prozess einzubinden. Die besten Spots werden in den Kinos Heiden und Herisau im Werbeblock gezeigt (finanziert durch die Lungenliga Appenzell Ausserrhoden). Eine Auswahl der speziell gelungenen Werbespots kann für einen Unkostenbeitrag von Fr. 30.– auf einer Best of-DVD bei der Beratungststelle für Suchtfragen Appenzell Ausserrhoden (suchtberatung@ar.ch) bestellt werden. Die Rückmeldungen von Lehrpersonen und SchülerInnen sind hervorragend. Insbesondere der gruppendynamische Prozess im Rahmen der Projektwoche wird immer wieder speziell betont.