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Projekt: Part Vivo – Partizipative Gesundheitsentwicklung, Jahr: 2016

Projekttitel

Part Vivo – Partizipative Gesundheitsentwicklung

Setting

Schulen / Bildung

Zielgruppe

Kinder

Jugendliche

Fachpersonenn

Ort/Land

Höchst, (A )

Jahr

2016

Projektträger

Vivo Mittelschule Höchst, AQUA Mühle Vorarlberg gGmbH

→ Link zum Projekt Projektleitung

OSR Gudrun Brunner
+43 (0)0557 875419

→ direktion@nmshoc.snv.at

Hanno Ölz

Projektleitung "partvivo" Projektlogo "partvivo" Projektlogo "partvivo"
Kinder stehen im Kreis und halten Schüre eines spinnartigen Gebildes Schulkinder sitzen im Klassenraum beim Essen am Tisch

Part Vivo – Partizipative Gesundheitsentwicklung

Prozesse für eine nachhaltige, gesundheitsfördernde und wohltuende Schulkultur

Die Mittelschule Höchst ist sich der Bedeutung von aktiver Beteiligung in Entwicklungsprozessen sowohl in Organisationen als auch gesamtgesellschaftlich bewusst. Das im Januar 2015 gestartete Projekt „Part Vivo“ zielt deshalb darauf ab, partizipative Prozesse an der Schule zu initiieren und zu fördern. Ziel ist, eine nachhaltige gesundheitsfördernde und wohltuende Schulkultur zu entwickeln und dabei die betroffenen Personen als ExpertInnen ihrer Lebenswelt zu berücksichtigen. Das Projekt orientiert sich am Konzept der Salutogenese und legt seinen Fokus auf die aktive Mitgestaltung der Umwelt- und Lebensbedingungen durch alle am Ganztagsbereich beteiligten Akteure und Akteurinnen. Um eine möglichst ganzheitliche Sichtweise auf Gesundheit zu ermöglichen, basiert es auf einem Säulenmodell, das individuelles Gesundheitsverhalten, soziales Gesundheitsverhalten und die Bedingungen an der Schule berücksichtigt.

„Das Projekt ist Teil des schulischen Kernprozesses und entwickelt sich ständig weiter. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sind auch auf andere Ganztagsschulen übertragbar.“
Ausgangslage

Was hat Sie dazu motiviert, dieses Programm in Ihrer Schule anzustoßen?

Gudrun Brunner: Der Gesundheitszustand und das Gesundheitsverhalten von Kindern und Jugendlichen im Pflichtschulalter haben sich in den letzten Dekaden tendenziell verschlechtert. Die Ganztagsschule ist in Österreich aktuell im Ausbau begriffen und bietet eine große Chance, Gesundheitsförderung als wichtigen Teil einer Schulkultur zu etablieren. Die Mittelschule Höchst in Vorarlberg hat es sich zum Ziel gesetzt, eine solche „gesundheitsfördernde Ganztagsschule“ zu werden. Dabei sollen alle am Ganztagsbereich beteiligten Akteure und Akteurinnen aktiv mit eingebunden werden.

Ziele

Welche Ziele verfolgen Sie mit diesem Projekt?

Gudrun Brunner: Bereits zu Beginn haben wir Kernziele definiert, an denen sich die Umsetzung orientierte. Zentrales Anliegen: eine Schulkultur zu sichern, in der gesundheitsfördernde Elemente einen wichtigen Stellenwert einnehmen. Alle Beteiligten sollen für das Querschnittsthema Gesundheit sensibilisiert werden und die Gesundheitsdeterminanten einer „Gesunden Schule“ kennenlernen. Wichtig ist uns dabei die Partizipation: Alle Teilnehmenden identifizieren sich mit dem Projekt, bringen ihre Bedürfnisse aktiv ein und nehmen die Auswirkungen als positiv wahr; SchülerInnen des Ganztagsbereichs übernehmen aktiv Aufgaben und Verantwortung in Programmen, die diese Schulkultur fördern. Das Projekt ist Teil des schulischen Kernprozesses und entwickelt sich ständig weiter. Die aus dem Projekt gewonnenen Erkenntnisse sind auf andere Ganztagsschulen übertragbar.

Methoden

Welche Aktivitäten gehören zur Umsetzung?

Gudrun Brunner: Das Projekt setzt sich aus verschiedenen Bausteinen zusammen. Neben Elterninformationsveranstaltungen und Workshops für Lehrerende werden über 1 Jahr Projektwerkstätten für SchülerInnen zur Gesundheitssensibilisierung (Modul 1-3) und zur praktischen Umsetzung (Modul 4) angeboten. Wichtig sind auch die gemeinsame Prozessdokumentation im Lerntagebuch sowie die Evaluation und Ergebnissicherung. Zudem haben wir unser Projekt immer wieder der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Projektidee wurde gemeinsam mit AQUA Mühle Vorarlberg (ZickZack– Schulsozialarbeit) umgesetzt. Die Einführung partizipativer Methoden erfolgte unter Einbezug des „Büro für Zukunftsfragen“ und die Evaluierung durch „Human Impact“.

Finanzierung

Wie finanziert sich „Part Vivo“?

Gudrun Brunner: Zu zwei Dritteln (€ 29.000,-) erfolgt die Finanzierung durch den „Fonds Gesundes Österreich“, das andere Drittel (€ 14.500,-) trägt der „Vorarlberger Gesundheitsförderungsfonds“.

Erfahrungen

Wie hat sich das Projekt im Schulalltag entwickelt?

Gudrun Brunner: Die Erfahrungen und die Zwischenevaluation belegen, dass es eine hohe Motivation unter den am Projekt beteiligten Personen gibt. Durch die fachliche und personelle Unterstützung durch die externen Dienstleister ist es möglich, neben dem „Tagesgeschäft“ neue Methoden anzuwenden und in den Schulalltag zu integrieren. Im Zuge des Projektes konnten wesentliche individuelle und auf den Lebensraum Schule bezogenen Gesundheitsdeterminanten erhoben und bearbeitet werden (Ernährung, soziale Zugehörigkeit, etc.). Nachhaltige schulbezogene Resultate (z. B. regelmäßiges gemeinsames Frühstück) und individuelle Kompetenzen (z. B. Umgang mit Stress) liegen vor.

PechaKucha-Präsentation im Rahmen des IBK-Studientags für Gesundheitsförderung und Prävention am 20. April 2016