Inhalt

Projekt: NaHÖRmal, Jahr: 2001

Projekttitel

NaHÖRmal

Setting

Schulen / Bildung

Zielgruppe

Kinder

Ort/Land

Heidelberg, (BW)

Jahr

2001

Projektträger

Praxisbüro Gesunde Schule

Projektleitung

Rainer Steen
+49 (0)6221 522

→ rainer.steen@rhein-neckar-kreis.de
Wappen Rhein-Neckar-Kreis
Zeichnung: Kind mit grossen Ohren

NaHÖRmal

Die Mitmachausstellung für Ohren, Augen und Hände

Gesund leben, heisst mit allen Sinnen leben. «naHÖRmal» will Kinder vor allem für den Hör-Sinn und das Zu-Hören begeistern, will sensibel machen für eine bewusste Wahrnehmung. Wir verständigen uns mit der Umwelt vor allem über den Austausch akustischer Signale. Aber auch, wer schlecht oder gar nicht hört, kann sich verständigen. Entsprechend spielerisch erfahren und erleben (nicht nur) Kinder in der Ausstellung, was es wert ist, (gut) zu hören – und aufmerksam zu sein.

«naHÖRmal» richtet sich vor allem an Kinder der Altersgruppe 8 bis 13 Jahre. Damit sind in erster Linie Schulen/Schulklassen angesprochen. Neben allen, die mit dem Thema in der Schule zu tun haben (Hören und Zu-Hören als langfristiges Thema im Schulalltag, auch für LehrerInnen und Eltern), sollen Multiplikatoren / Professionelle im Bereich Pädagogik & Sozialisation erreicht werden, aber zum Beispiel auch Familien. Aufgrund ihrer «neugierigen», nicht risikoorientierten Haltung zu den vielen Facetten des Hörens und Nicht-Hörens ist die Ausstellung zugleich für Menschen mit Hör-Einschränkungen gut geeignet.

Ausstellungsstationen

  • Erstausstellung September 2000 in Heidelberg
  • seit 2002 Wanderausstellung, u.a. Buchen, Schweinfurt, Stuttgart

Verantwortlich

  • Praxisbüro Gesunde Schule Rhein-Neckar-Kreis
  • Gesundheitsamt (Heidelberg)
  • BiBeZ e.V. / Bildungs- und Beratungszentrum zur Förderung und Integration behinderter und chronisch kranker Frauen (Heidelberg)
„Über das Staunen, das Probieren und die Anregung möglichst vieler Wahrnehmungskanäle rund um das Hören soll den vor allem jungen Besuchern/ -innen eine «horchende Haltung» zu den Hör-Kulturen ihres Alltags nahe gebracht werden.“
Ziele

Über das Staunen, das Probieren und die Anregung möglichst vieler Wahrnehmungskanäle rund um das Hören soll den vor allem jungen Besuchern/ -innen eine «horchende Haltung» zu den Hör-Kulturen ihres Alltags nahe gebracht werden. Sie erfahren, dass jede(r) Einzelne durch sein Verhalten Lust und Last der Schalleinwirkungen zu einem guten Teil selbst beeinflussen kann. Beeinflusst durch die Arbeiten von Hugo Kükelhaus zu einer ganzheitlichen Lebensführung «mit allen Sinnen», aber ebenso durch die Begegnung mit Menschen, die mit Einschränkungen ihres Hörvermögens selbstbewusst leben, verknüpft «naHÖRmal» das Ziel einer Sensibilisierung für den Hör-Sinn mit der wachen Aufmerksamkeit für die Verschiedenheiten und Grenzen des Hör-Vermögens. Prävention, die Vorbeugung von Risiken für das Hör-Vermögen, findet so vor allem indirekt statt: «Was der Prävention der Lärm, ist der Gesundheitsförderung das Hören!»

Methoden

Die Ausstellung bietet anschauliche Informationen zum Ohr und zu ganz unterschiedlichen Klangwelten, anregende Stationen zum Lauschen und Lärmen, aktivierende Experimente mit Tönen und aufmerksamkeitssteigernde Begegnungen mit Körperklängen, dazu Anregungen für einen achtsamen Umgang mit den Erlebnis- und Verständigungswelten von Menschen mit Höreinschränkungen.

Ein Gehör-Gang lädt ein, die «Bausteine» und Leistungen unseres Ohres auf anschauliche Weise kennen zu lernen; Klang-Labor und Klang-Raum bieten ungewöhnliche Experimente und meditative Begegnungen mit Tönen und Klängen; eine Reihe von Stationen ermöglichen erstaunliche Einblicke in das Hör-Organ (etwa die fotografische «Ohren-Galerie») oder Grenzerfahrungen zwischen Lust und Lärm (etwa beim «Schreiwettbewerb»).

Unter der Überschrift «Gehörlos – aber nicht hilflos» erfahren die Besucher/ -innen (möglichst durch Betroffene) zugleich eine Menge über den Alltag eines Lebens mit Hör-Einschränkungen: Hilfsmittel wie Vibrationswecker oder Bildtelefon, die Entwicklung der Hörgeräte in diesem Jahrhundert, aber auch Gebärdensprache und Fingeralphabet.

Das Video-Projekt «Feuer-Sinfonie» vereint die visuellen und/oder akustischen Reize eines Feuers, bei dem während einer Ferienaktion mit Kindern ganz unterschiedliche Materialien verbrannt wurden.