Inhalt

Projekt: Mehr Spass mit Mass, Jahr: 2008

Projekttitel

Mehr Spass mit Mass

Setting

Vereine / Freizeit

Zielgruppe

Bevölkerung allgemein

Jugendliche

Menschen mit Drogen-/Suchtproblemen

Ort/Land

Frastanz, (A )

Jahr

2008

Projektträger

Stiftung Maria Ebene

→ Link zum Projekt Projektleitung

Dr. Reinhard Haller
+43 (0)5522 72746 0

Pascal Keiser
+43 (0)5523 54941 0

→ pascal.keiser@mariaebene.at
Projektlogo "Mehr Spass mit Mass"
Mann als Teufel verkleidet mit vielen verschiedenen Alcopops Verschiedene Flaschen Alcopops

Mehr Spass mit Mass

Vorbilder wirken und verändern. Beginne bei dir selbst – Vorbild mit «Mehr Spaß mit Maß»

«Mehr Spaß mit Maß» ist ein auf fünf Jahre angelegtes Präventionsprojekt, in dessen Rahmen eine Fülle von Aktivitäten und Veranstaltungen zum Thema Jugend & Alkohol organisiert werden. Alle Aktivitäten zielen auf ein generelles gesellschaftliches Umdenken in der Frage des Alkoholkonsums Jugendlicher und junger Erwachsener ab. Es sind zahlreiche Partner aktiv in diesem Projekt eingebunden.

Ausgangslage

Weshalb haben Sie das Projekt lanciert?

Alkohol fordert etwa zehnmal mehr Opfer als die verbotenen Drogen, sei es im Straßenverkehr, sei es durch Suizid oder durch organische Erkrankungen. Zeltfeste sind häufig geprägt vom Bild des betrunkenen Jugendlichen, Rettungskräfte sehen sich im Einsatz für alkoholvergiftete junge Menschen oft nahezu überfordert, Nachrichten über Discounfälle erschrecken uns regelmäßig. Es ist daher eine bedeutende Gemeinschaftsaufgabe, die Gefahren des Alkohols für Kinder und Jugendliche zu verringern.

Ziele

Welche Ziele verfolgen Sie mit dem Projekt?

Hauptziel ist es, dass die Zahl alkoholkonsumierender Kinder geringer wird und das Einstiegsalter nach hinten verschoben wird. Alkoholkonsum darf vor allem bei Jugendlichen nicht zur Gewohnheit werden. Insbesondere will man hochriskante Trinkgewohnheiten wie etwa «binge drinking» (Komatrinken) reduzieren oder Jugendliche zum Verzicht auf Alkohol bewegen, wenn sie mit dem Auto unterwegs sind. Die Initiatoren setzten dabei nicht auf Verbote, sondern wollen Bewusstsein bilden und die Eigenkompetenz der jungen Menschen stärken.

Methoden

Wie haben Sie die Projektidee umgesetzt?

Folgende Methoden (Stichworte) werden in den verschiedenen Sektoren angewendet: ◾Maßnahmen im Sektor Gastronomie:

◾Personalschulungen, Mystery Shopping Netzwerk «Jugend & Alkohol» – Aufbau eines Netzwerkes im Bereich Gastronomie für den Themenbereich Jugend, Alkoholfreie Alternative, Night-DrYver

◾Maßnahmen im Sektor Handel:
◾Personalschulungen, Lehrlingsmaßnahmen, Mystery Shopping
◾Maßnahmen im Sektor Ärzte:
◾Schulungen zur ärztlichen Kurzintervention, Informationsmaterialien für Ärzte und für Patienten, Online Datenerfassung in Bezug auf jugendliche Intoxikierte, Materialien für Schul- bzw. Betriebsärzte zur Aufarbeitung des Themas in ihrem Setting, Hotline für Ärzte an der Ambulanz des KH Maria Ebene
◾Maßnahmen im Sektor Verkehr:
◾Schulungen in Betrieben, Vereinen, Jugendarbeit als auch Schulen, Schulungen in Fahrschulen, «Designated Driver» Modell – Night-DrYver, Kontrolltätigkeit
◾Maßnahmen im Sektor Multiplikatoren:
◾Internettool, Power Points, Video, Schulungs- und Motivationsveranstaltungen
◾Maßnahmen im Sektor Frauen/Mädchen:
◾Einrichtung und Betreiben einer mobilen alkoholfreien Mädchenbar, Durchführung von Workshops und Veranstaltungen zur Stärkung von Kompetenzen und Selbstwert, Cocktailmixworkshop

Finanzierung

Wie wird das Projekt finanziert?

Fonds Gesundes Österreich (Gesundheit Österreich GmbH), Fonds Gesundes Vorarlberg, Land Vorarlberg, Wirtschaftskammer Vorarlberg, Bundesministerium für Verkehr, Frauenreferat der Landesregierung, Gemeinden und Rauch Fruchtsäfte

Erfahrungen

Wie hat sich das Projekt entwickelt?

Durch die erfolgreiche Implementierung des Projektes in derzeit bereits 55 von 96 Gemeinden, konnte ein positiver Grundstein für die weitere Verankerung des Themas in den Gemeinden gelegt werden. Die Strukturen sind gelegt und auch nach Projektende ebenso wie vielfältige Materialien und Produkte weiterverwendet werden. Vor allem aber die öffentliche Hand, die Kommunen und die Krankenkassen werden sich in Zukunft Kosten ersparen, indem weniger Personen an Alkoholsucht erkranken und behandelt werden müssen, oder durch alkoholbeeinflusste Unfälle, Schaden erleiden.