Inhalt

Projekt: Märchen – Schlüssel zum Leben, Jahr: 2013

Projekttitel

Märchen – Schlüssel zum Leben

Setting

Gemeinde

Zielgruppe

Kinder

Jugendliche

Ort/Land

Herisau, (CH )

Jahr

2013

Projektträger

FÄHRBETRIEB Figurentheater

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Kurt Fröhlich
+41 (0) 71 351 71 50

→ info@faehrbetrieb.ch
Projektleiter Kurt Fröhlich
Der Märchenerzähler sitzt auf einem Stuhl,die Kinder hören zu. Bild des Buchcovers,Motiv Hexenhaus von Hänsel und Gretel

Märchen – Schlüssel zum Leben

Märchen können mit ihrer bildhaften Sprache die Seele der Zuhörenden erreichen und zeigen, dass man auch in schwierigen Lebensumständen eine Lösung finden kann.

Das Projekt „Märchen – Schlüssel zum Leben“ wurde bisher in 119 Kindergärten und Unterstufenklassen umgesetzt. Sowohl die Kinder wie auch die Lehrpersonen sind begeistert! In der ersten Phase sollen Kindergärtner/innen, Lehrpersonen und Angehörige motiviert werden, wieder vermehrt Märchen zu erzählen. Der Märchenerzähler besucht die teilnehmenden Klassen, erzählt ein Märchen und gibt ein weiteres Märchen in Heftform ab sowie das Begleitheft zum Projekt für die Lehrperson. Später werden die Lehrpersonen die jeden Monat zugeschickten Märchen selber erzählen. In einer zweiten Stufe wird der Lehrperson ein speziell entwickeltes Lehrmittel zur Verfügung gestellt, mit dessen Hilfe die Kinder Handpuppen bauen und ein Spiel einüben können, welches zum Beispiel den Angehörigen vorgeführt werden kann.

„Märchen sind Geschichten, die sich in einer bildhaften Sprache an die Seele der Zuhörenden richten und Lösungsvorschläge für Lebensfragen eröffnen.“
Ausgangslage

Was haben Märchen mit Prävention zu tun?

Kurt Fröhlich: Märchen zeigen wundervolle Alternativen auf. Erinnern Sie sich an die „Bremer Stadtmusikanten“? Der Esel, der Hund, die Katze und der Hahn sind in auswegloser Situation. Gemeinsam entwickeln sie eine neue Lebensperspektive und werden „Musikanten“. Wenn sich ein Mensch in einer Krise an ein Märchen erinnert, welches er oder sie vor langer Zeit erzählt bekommen hat, dann kann es zur Bewältigung der schwierigen Lebensphase beitragen. Das ist Prävention!

Ziele

Was möchten Sie mit Ihrem Projekt erreichen?

Kurt Fröhlich: Märchen sind Geschichten, die sich in einer bildhaften Sprache an die Seele der Zuhörenden richten und Lösungsvorschläge für Lebensfragen eröffnen. Diesen Effekt bewusst zu nutzen und Kindern viele Märchen anzubieten, bedeutet, sie damit vertraut zu machen, dass man auch in schwierigen Lebensumständen eine Lösung finden kann. Somit kann das Vertrauen ins Leben gestärkt werden. Im Kanton Appenzell Ausserrhoden sind es bis heute gegen 2000 Kinder, welche sich vom Märchenprojekt verzaubern ließen.

Methoden

Wie bringen Sie den Kindern die Welt der Märchen näher?

Kurt Fröhlich: In der ersten Phase sollen Lehrpersonen und Angehörige motiviert werden, wieder vermehrt Märchen zu erzählen. Der Märchenerzähler fungiert dabei als Impulsgeber. Später werden die Lehrpersonen die jeden Monat zugeschickten Märchen selber erzählen. In der zweiten Phase wird der Lehrperson ein Lehrmittel zur Verfügung gestellt, mit dessen Hilfe Figuren gebaut und Spielszenen eingeübt werden können. Die Kinder können z.B. ihren Angehörigen ein Stück vorführen.

Finanzierung

Wie finanziert sich das Projekt?

Kurt Fröhlich: Die erheblichen Kosten für die Projektentwicklung und die Umsetzung von „Märchen – Schlüssel zum Leben“ in Appenzell Ausserrhoden konnten dank großzügiger Unterstützung von Gesundheitsförderung Schweiz, der Alexander Schmidheiny Stiftung, der Johannes und Hanna Baumann-Stiftung, dem Alkoholzehntel und dem Departement Gesundheit Appenzell Ausserrhoden gedeckt werden. Heute kann das Projekt zu günstigen Konditionen auch anderen Kantonen bzw. Ländern zur Verfügung gestellt werden.

Erfahrungen

Welche Erfahrungen haben die Kinder und auch die Lehrer und Eltern mit dem Projekt gemacht?

Kurt Fröhlich: 119 Klassen und Kindergärten (ca. 2.000 Kinder) im Kanton Appenzell Ausserrhoden haben das Projekt bis heute genutzt. Wir erhielten wunderbare und positive Rückmeldungen der Lehrpersonen, Eltern und insbesondere der Kinder. Auch fremdsprachige Kinder wollen Märchen verstehen. Lehrkräfte betonen, wie aufschlussreich für sie das Beobachten der Kinder während des Erzählens ist. Die Nachhaltigkeit des Projektes wird sich in der psychischen und physischen Gesundheit der jetzt jungen Menschen als spätere Teenager und Erwachsene zeigen.