Inhalt

Projekt: Kinderfüsse im Fokus, Jahr: 2013

Projekttitel

Kinderfüsse im Fokus

Setting

Schulen / Bildung

Zielgruppe

Kinder

Ort/Land

Triesen, (FL)

Jahr

2013

Projektträger

Elternvereinigung der öffentlichen Schulen Triesen

→ Link zum Projekt Projektleitung

Barbara Gurschler-Zai
+423 392 11 46

→ info@ev-triesen.li
Projektleiterin Barbara Gurschler-Zai Logo Elternvereinigung der öffentlichen Schulen Triesen
Einem Kind wird der Fuss vermessen Frauen und Kinder laufen über einen auf dem Boden ausgelegten B

Kinderfüsse im Fokus

Kinderfußmessaktion

„Passende Kinderschuhe fördern die Bewegungsfreude und erhalten die Füße gesund!“, so Groll/Knapp 2004. Bei 96 Kindern der Einführungsklasse sowie der 1. und 2. Klassen der Primarschule Triesen wurde die Passform der Straßen- und Hausschuhe mit Hilfe des „plus 12“-Messgerätes geprüft. Die Kinderfüße wurden mit dem in einem speziellen „Pedithron“ angebrachten „plus 12“-Messgerät gemessen. Die Haltungsbeurteilung erfolgte durch einen Chiropraktiker und die Gangbeurteilung durch einen Orthopädisten. Die Eltern erhielten die Messresultate, die entsprechenden Beurteilungen, ein Messgerät „plus 12“ sowie eine Broschüre über die Passform von Schuhen. Bei einem Parcours wurden die Kinder mit verbundenen Augen in einem Kreis barfuß über verschiedene Materialien geführt.

„Passende Kinderschuhe fördern die Bewegungsfreude und erhalten die Füße gesund!“
Ausgangslage

Wie kamen Sie auf die Idee, eine Kinderfußmessung durchzuführen?

Barbara Gurschler-Zai: Nach einer umfassenden Kinderfußmessung in den liechtensteinischen Kindergärten im Jahr 2009 bestätigten sich die Resultate der österreichischen Studie „Kinderfüße Kinderschuhe“ (Groll/Knapp 2004) weitgehend. Nur knapp 36 Prozent der gemessenen Kinder trugen in der Größe korrekte Straßen- und Hausschuhe. Es ist zu bedenken, dass Kieferfüße im Alter von drei bis sechs Jahren ca. einen Millimeter pro Monat wachsen und die Kinder nicht spüren, ob die Schuhgröße stimmt. Auch viel zu kleine Schuhe werden als passend empfunden.

Ziele

Was wollten Sie mit diesem Projekt bewirken?

Barbara Gurschler-Zai: Es ist und war mir ein Anliegen, die Eltern über dieses Thema zu informieren und zu sensibilisieren. Gleichzeitig soll ihnen eine Handhabe zur korrekten Überprüfung der Schuhgröße ihrer Kinder gegeben werden. Die Passform sollte regelmäßig alle drei bis vier Monate überprüft werden, da die Kinder wie erwähnt nicht selbst spüren, ob die Schuhe oder Hausschuhe noch passen. Anlässlich der Messaktion wird durch einen Chiropraktiker und/oder Orthopädisten eine etwaige Fehlhaltung beim Kind festgestellt und den Eltern bei Bedarf eine Abklärung beim Spezialisten empfohlen. Durch den Barfußparcours soll das Interesse der Kinder für ihre Füße geweckt werden.

Methoden

Wie gingen Sie bei der Fußmessaktion vor?

Barbara Gurschler-Zai: Mit Hilfe des „plus12“-Messgerätes (www.kinderfuesse.com) wird der Innenraum der Schuhe sowie die Fußlänge des Kindes rechts und links gemessen. Das Resultat zur Passform der Schuhe wird auf einem Informationsblatt eingetragen, welches das Kind mit nach Hause nimmt. Die Haltungsbeurteilung durch den Chiropraktiker und den Orthopädisten dient als Ersteinschätzung. Bei Auffälligkeit wird eine Nachkontrolle empfohlen. Beim Barfußparcours erspürt das Kind mit geschlossenen Augen unterschiedliche Materialien.

Finanzierung

Wie haben Sie die Aktion finanziert?

Barbara Gurschler-Zai: Alle involvierten Personen arbeiteten ohne finanzielle Entschädigung. Die Mitglieder der Elternvereinigung übernahmen mit Unterstützung des Amtes für Gesundheit die Vorbereitung und Durchführung der verschiedenen Posten. Der Chiropraktiker und der Orthopädist standen ebenfalls ohne Entschädigung zur Verfügung. Die Gemeinde Triesen, Ressort Gesundheit, übernahm die Kosten von CHF 900 für die 100 Messgeräte, die an die Kinder abgegeben wurden. Die Elternvereinigung der öffentlichen Schulen Triesen trug die angefallenen Spesen für die Organisation des Anlasses.

Erfahrungen

Über welche Erfahrungen können Sie berichten? Wie haben die Kinder die Fußmessaktion empfunden?

Barbara Gurschler-Zai: Der Aktionstag lief reibungslos ab und wurde von allen Beteiligten als positiv bewertet. Die Kinder machten begeistert mit und von Seiten der Lehrerschaft sowie den Eltern gab es sehr viele positive Feedbacks. 49 Prozent der gemessenen Kinder (47 Kinder) trugen zu kurze Straßenschuhe. 77,1 Prozent (74 Kinder) trugen zu kurze Hausschuhe. 45 der 47 Kinder fühlten sich in den zu kurzen Straßenschuhen wohl. 64 Kinder mit zu kleinen Hausschuhen waren der Meinung, genügend große Schuhe zu tragen.