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Projekt: KIK – Kneipp im Kindergarten, Jahr: 2010

Projekttitel

KIK – Kneipp im Kindergarten

Setting

Schulen / Bildung

Zielgruppe

Kinder

Ort/Land

Schaan, (FL)

Jahr

2010

Projektträger

Kneipp-Verein Liechtenstein

→ Link zum Projekt Projektleitung

Olga Seghezzi, Präsidentin Kneipp-Verein Liechtenstein
+423 373 74 72

→ info@kneipp.li
Gesamtleiterin Olga Seghezzi Projektlogo "Kneipp im Kindergarten"
Kindergartenkinder mit Fruchtspiessen Kindergartenkind mit Blumenstrauss

KIK – Kneipp im Kindergarten

Für die körperliche, geistige und seelische Entwicklung eines Kindes kann im Kindergartenalter nicht genug getan werden. Die Kinder sollen spielerisch, mit Spaß und Freude kontinuierlich an eine gesunde Lebensweise herangeführt werden.

Mit dem Projekt KIK zeigt der Kneipp-Verein Liechtenstein die Möglichkeit auf, wie schon bei Kindern die Basis für eine gesunde Lebensweise gelegt werden kann. Die Kneipp-Lehre eignet sich ideal für die Arbeit mit Kindern im Kindergarten. Das KIK-Kindergarten-Projekt soll Kinder, Eltern und Pädagogen anregen, die «Kneippsche Idee» aktiv zu leben. Der Kneipp-Verein Liechtenstein unterstützt die Bemühung, die Kinder zur Eigenverantwortung zu erziehen.

„‚KIK-Kinder‘ von heute sind gesundheitsbewusste Erwachsene von morgen.“
Ausgangslage

Was hat Sie bewogen, dieses Projekt in Liechtenstein zu starten?

Olga Seghezzi: In Österreich und Deutschland werden Kindergärtner/innen bereits zu Kneipperzieher/innen ausgebildet. Das hat mein Interesse geweckt. Kinder bewegen sich gerne, sie wollen entdecken, ausprobieren, erfühlen und erfahren. Das Element Wasser entspricht den Kindern ganz besonders. All das ist auch in der ganzheitlichen Methode von Kneipp enthalten. In Liechtenstein ist der Kneipp-Gedanke eher für ältere Personen ein Begriff. Ein Bezug der Kneippschen Lehre mit Kindern hat es in dieser Form noch nicht gegeben. Deshalb ist das Projekt KIK für das Land Liechtenstein eine echte Innovation. Mit KIK wird eine «neue Zielgruppe» angesprochen, die bisher nicht mit Kneipp in Verbindung gebracht wurde.

Ziele

Was kann die Kneipp-Lehre bei Kindern auslösen?

Olga Seghezzi: Mit Hilfe von Kneipp kann schon im frühen Alter das Bewusstsein für eine gesunde Lebensweise geweckt und geschult werden. In anderen Worten: „KIK-Kinder“ ­von heute sind gesundheitsbewusste Erwachsene von morgen. Natürlich erreichen wir so auch eine neue Zielgruppe, aber der Präventionsgedanke stand bei unserer Motivation eindeutig im Vordergrund.

Methoden

Wie haben Sie die Projektidee in die Realität umgesetzt?

Olga Seghezzi: Wir haben zwei Vereinsmitglieder zu Kneipperzieherinnen ausbilden lassen. Bei der Gestaltung und Umsetzung des KIK-Projektes sind wir von der Agentur Leone Ming professionell unterstützt worden. Das Pilotprojekt wurde mit fünf Kindergärtnerinnen in zwei Kindergärten mit über 80 Kindern gestartet. Mit der Präsentation des Projekts KIK bei verschiedenen Institutionen und dem Versand einer KIK-Broschüre wurde auf das Projekt aufmerksam gemacht. Um die Nachhaltigkeit zu gewährleisten, fanden am Projektanfang Ausbildungskurse statt, an denen 17 Kindergärtnerinnen teilgenommen haben. In der Zwischenzeit ist KIK in über fünf Kindergärten in Liechtenstein integriert und somit ist der Kneipp-Gedanke fester Bestandteil des Kindergartenalltages. Heute führt die Projektleiterin Luise Frick interessierte Kindergärtnerinnen vor Ort in die Kneippmethode beziehungsweise in das KIK-Projekt ein.

Finanzierung

Wurde das Projekt finanziell unterstützt?

Olga Seghezzi: Die Gesamtinvestition für Konzept, Werbemittel und Materialien betrugen knapp 15 000 Franken. Diese Initialkosten wurden durch Subventionen und Sponsoring finanziert. Die laufenden Kosten mit zirka 1 000 Franken pro Jahr sind sehr gering, da das KIK-Projekt in den Unterrichtsplan der Kindergärten aufgenommen wurde. Diese jährlichen Kosten werden aus der Vereinskasse beglichen. Somit hat das KIK-Projekt ein hervorragendes Kosten-Nutzenverhältnis, da mit wenig Aufwand viele Kinder davon profitieren können.

Erfahrungen

Seit 2006 wird nun in Liechtensteiner Kindergärten gekneippt. Welche Erfahrungen konnten Sie machen?

Olga Seghezzi: Die Rückmeldung von Kindergärtnerinnen und Kindern sind durchwegs positiv. Das Programm lässt sich ohne grossen Aufwand in den Kindergartenalltag integrieren. Die Kinder sind mit viel Spass dabei und können ihren Entdeckerdrang voll ausleben. Auch die Eltern haben grosses positives Interesse gezeigt.