Inhalt

Projekt: Guter Start ins Kinderleben, Jahr: 2013

Projekttitel

Guter Start ins Kinderleben

Setting

Familien / Wohnraum

Zielgruppe

Kinder

Ort/Land

Weinfelden, (CH )

Jahr

2013

Projektträger

Kanton Thurgau

→ Link zum Projekt Projektleitung

Stephanie Kosta
+41 (0)71 626 02 02

→ s.kosta@perspektive-tg.ch, info@perspektive-tg.ch
Projektleiterin Stephanie Kosta Logo Kanton Thurgau
Säuglingsfüsse in einer Erwachsenenhand

Guter Start ins Kinderleben

Dieses Projekt soll die Beziehungs-und Erziehungskompetenzen von Eltern stärken und die Eltern bei ihren Aufgaben unterstützen.

Im Mittelpunkt stehen die Förderung von gelingender Entwicklung sowie die wirksame Prävention von Vernachlässigung und Gefährdung im frühen Lebensalter. Die wichtigste Grundlage des Projekts ist dabei die Überzeugung, dass zur Erreichung dieser Ziele interdisziplinäre Zusammenarbeit notwendig ist. Kooperation zwischen Fachpersonen bedarf des persönlichen Engagements Einzelner. Es gilt jedoch, klare Rahmenbedingungen und standardisierte, systematische Abläufe voranzustellen. Zentrale Elemente dieses Projekts sind das Erarbeiten dieser Abläufe sowie die Formen der Zusammenarbeit.

„Im Mittelpunkt stehen die Förderung von gelingender Entwicklung und die wirksame Prävention von Vernachlässigung und Gefährdung im frühen Lebensalter.“
Ausgangslage

Weshalb haben Sie dieses Projekt ins Leben gerufen?

Stephanie Kosta: Die Bedeutung der frühen Kindheit für eine gelingende kindliche Ent­wicklung ist belegt. Grundsätzlich tragen die Eltern die Verantwortung für die Entwicklung und Erziehung ihrer Kinder und nehmen diese in den meisten Fällen zuverlässig wahr. Andernfalls unterstützen Helfersysteme des Gesundheits-, Sozial- und Bildungswesens die Eltern. Im Kanton Thurgau findet sich eine Vielzahl von Angeboten für Eltern mit Kindern (0-3 Jahre). Eine Vernetzung dieser Angebote gilt als Voraussetzung des Gelingens von frühen Hilfen und Kinderschutz.

Ziele

Welche Ziele haben Sie für das Projekt definiert?

Stephanie Kosta: Durch eine systematische Kooperation und Vernetzung zwischen Fachpersonen aus dem Sozial- und Gesundheitswesen werden Entwicklungsrisiken frühzeitig erkannt und Maßnahmen eingeleitet, damit eine gelingende Entwicklung gefördert und eine Vernachlässigung und Gefährdung im frühen Lebensalter wirksam verhindert werden. Ein Teilziel des Projekts sind Absprachen und Regelungen in Bezug auf die Einschätzung von Entwicklungsrisiken, Zuständigkeiten und Verantwortung, den Ablauf der Zusammenarbeit und den Datenschutz. Ein weiteres Ziel ist ein gemeinsames entwicklungspsychologisches Grundverständnis und eine gemeinsame Sprache.

Methoden

Wie haben Sie das Projekt umgesetzt?

Stephanie Kosta: Die zentralen Elemente bei der Erarbeitung der Ziele waren: Runde Tische (je zwei pro Jahr, insgesamt vier), interdisziplinäre Arbeitsgruppen, fachgruppenübergreifende Weiterbildungen und Einbezug von Experten der frühen Kindheit und des Daten- und Kinderschutzes sowie das Erstellen von Arbeitsunterlagen für Fachpersonen (Broschüre „Vernetzung und Zusammenarbeit bei frühen Hilfen und im Kinderschutz“, „Notfallflyer für Eltern von Babys und Kleinkindern“).

Finanzierung

Wer finanziert das Projekt „Guter Start ins Kinderleben“?

Stephanie Kosta: Finanziert wird das Projekt durch den Kantonsärztlichen Dienst des Kantons Thurgau (Departement für Finanzen und Soziales) sowie durch die Fachstelle für Kinder-, Jugend- und Familienfragen des Kantons Thurgau (Departement für Erziehung und Kultur).

Erfahrungen

War das Projekt erfolgreich?

Stephanie Kosta: Die Bereitschaft der Fachpersonen zur Mitarbeit war groß, die Teilnahme an den Veranstaltungen rege. Die Arbeitsunterlagen und die damit verbundene Einführung einer gemeinsamen Sprache sowie einer Handlungsanleitung waren hilfreich und notwendig zur Zielerreichung. Das persönliche Kennenlernen der Fachpersonen stellte ebenso ein unverzichtbares Element dar. Eine Herausforderung war, den Schwerpunkt auf die Entwicklungsförderung im Sinne der frühzeitigen, freiwilligen Intervention zu legen, statt auf das rechtlich zwingende Vorgehen bei Kindswohlgefährdungen.