Inhalt

Projekt: Gemeinsam sind wir stark, Jahr: 2013

Projekttitel

Gemeinsam sind wir stark

Setting

Schulen / Bildung

Zielgruppe

Kinder

Ort/Land

Nürensdorf, (CH )

Jahr

2013

Projektträger

Schuleinheit Primar und Kindergarten Nürensdorf

→ Link zum Projekt Projektleitung

David Steinbeck, Schulleiter
+41 (0)79 507 65 43

→ sl-ps@schule-nuerensdorf.ch
Schulleiter David Steinbeck
Kinder,die sich gegenseitig festhalten Viele Kinder auf einem Schulhof auf dem Boden sitzend

Gemeinsam sind wir stark

Ein friedenförderndes Projekt der Schuleinheit Primar und Kindergarten Nürensdorf

In diesem und im darauf folgenden Schuljahr möchten wir den Fokus auf unser Schulklima, auf den Umgang miteinander und auf das gemeinsame Gestalten unseres Schulalltags und unserer Schulkultur richten. Grundlage dafür ist unser Leitbild. Dieses formuliert unsere Ziele, Werte und Haltungen bezüglich Schule als gemeinsamen Lebensraum: Unser Schulalltag und unser Schulareal bieten vielfältige Erlebnis-, Bewegungs- und Begegnungsmöglichkeiten, wir begegnen einander mit Wertschätzung und Respekt, wir fördern Gemeinschaftssinn und Integration, auch durch klassenübergreifende Anlässe und Projekte, und klare Strukturen und gemeinsam vereinbarte Regeln schaffen Sicherheit. Wir unterstützen unsere Schülerinnen und Schüler in ihrer sozialen und emotionalen Entwicklung und fördern Gesundheits- und Umweltbewusstsein.

„Durch unser Projekt möchten wir gemeinsam stark werden, um den Frieden an unserer Schule zu fördern.“
Ausgangslage

Wie ist es zu diesem Projekt gekommen und was waren die Beweggründe?

David Steinbeck: Im Schulalltag – auf dem Schulweg, im Unterricht und in den Pausen – kann es zu Belastungssituationen und Konflikten in verschiedenster Form kommen. Unser Umgang mit Stress, Konflikten und Aggression soll gewaltfrei, lösungs- und entwicklungs­orientiert sein. Durch unser Projekt möchten wir gemeinsam stark werden, um den Frieden an unserer Schule zu fördern. Das Projekt soll aber auch die Zusammenarbeit mit den Eltern und Fachstellen verstärken und dadurch die Tragfähigkeit des Gesamtsystems nachhaltig erweitern.

Ziele

Welche Ziele können Sie mit der Umsetzung des Projekts erreichen?

David Steinbeck: Die Förderung und Entwicklung von sozialen Kompetenzen ist im Unterricht in allen Stufen verankert. Regelungen zum Umgang mit Konflikten und Aggressionen sind gemeinsam erarbeitet und werden eingehalten. Spezifische Programme zu Konflikterziehung und gewaltfreier Kommunikation sind etabliert. Die Zusammenarbeit unserer Schule mit Fachpersonen und Fachstellen ist vereinbart. Medien zum Thema Friedensförderung werden für Unterricht und Projekte gesammelt und genutzt. Für Eltern bestehen Infoabende.

Methoden

Wie haben Sie „Gemeinsam sind wir stark!“ in die Tat umgesetzt?

David Steinbeck: Wir haben uns für „Chili“, ein umfassendes Instrument des Schweizerischen Roten Kreuzes zur Konfliktbearbeitung in der Schule entschieden. „Chili“ vertritt einen systemischen Ansatz und bezieht in seinen Angeboten die ganze Schule mit ein, um an einer gemeinsamen Sprache und Haltung zu arbeiten. Chili stärkt und fördert Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler in ihrer Kompetenz, Konflikte frühzeitig zu erkennen und konstruktiv zu bearbeiten – und dies auf vielfältige und lustvolle Weise.

Finanzierung

Was kostet das Projekt?

David Steinbeck: In der Schuleinheit Primar und Kindergarten werden rund 400 Kinder durch 50 Lehr- und Fachpersonen unterrichtet und betreut. Die Projektkosten von Fr. 21.000 verteilen sich zu je einem Drittel auf Situationsanalyse und Projektbegleitung, Weiterbildung der Lehr- und Betreuungspersonen und Projekte. Dabei wurden Fr. 14.000 Eigenmittel aufgewendet und Fr. 7.000 Fremdmittel, d.h. durch Beiträge der Suchtpräven­tionsstelle und des Netzwerks Gesunde Schulen generiert.

Erfahrungen

Welche Erfahrungen konnten Sie aus dem Projekt mitnehmen?

David Steinbeck: Projekttage und die Radiowoche ermöglichten einen intensiven Einstieg ins Thema Friedensförderung. Wirkung und Nachhaltigkeit im Alltag unserer Kinder ist ein Punkt, welcher bei vielen Präventionsthemen (zu Recht) in Frage gestellt wird. Beim Thema Friedensförderung wird die Langzeitwirkung ganz konkret: Frieden suchen, Frieden finden und Frieden behalten ist lernbar, es braucht aber viel Übung dazu. Die Übungsfelder liefert uns das tägliche Zusammenleben in der Schule, zuhause und in der Freizeit, kostenlos.