Inhalt

Projekt: Gasserpark – In guter ­Nachbarschaft, Jahr: 2019

Projekttitel

Gasserpark – In guter ­Nachbarschaft

Setting

Vereine / Freizeit

Gemeinde

Zielgruppe

Erwachsene

Seniorinnen / Senioren

Ort/Land

Dornbirn, (A )

Jahr

2019

Projektträger

Amt der Stadt Dornbirn

→ Link zum Projekt Projektleitung

MMag. Elisabeth Fink-Schneider
+43 55572 306

→ gesundheit@dornbirn.at

Silvia Gächter

Projektleitung "Gasserpark" Projektbegleitung "Gasserpark" Projektlogo "Gasserpark"
Ein Gebäude mit frisch gesetzten Bäumen im Vordergrund Vier Personen stehen vor einer Theke mit Essen und lachen

Gasserpark – In guter ­Nachbarschaft

Nachhaltigkeit

‚Gasserpark – In guter Nachbarschaft‘ ist eine Wohnform für Menschen am Ende ihres Berufslebens bzw. am Anfang ihrer Pension, die ihr Lebensumfeld aktiv mitgestalten wollen. Bei weitgehender Selbstorganisation bringen sich die Mieterinnen und Mieter in die Gemeinschaft und in ihre Nachbarschaft ein. Die grundsätzliche Bereitschaft, gelegentlich Hilfe zu geben und anzunehmen wird vorausgesetzt. Das Projekt wird über zwei Jahre extern begleitet. In Form von moderierten Nachbarschaftstreffen werden gezielt Begegnungsmöglichkeiten geschaffen. Dabei werden verschiedene Akzente gesetzt, um Nachbarschaft zu fördern und Kommunikationsstrukturen aufzubauen. Bereits vor ihrem Einzug haben die Mieterinnen und Mieter im Rahmen von drei Nachbarschaftstreffen erste Kontakte geknüpft und Impulse für gemeinschaftsfördernde Aktivitäten gesetzt. Auch eine ­Spielgruppe ist im Gasserpark untergebracht.

„Wir wollen, dass unsere Mieterinnen und Mieter in guter Nachbarschaft leben. Das heißt, man kümmert sich umeinander, trägt aktiv zu einer lebenswerten Umgebung bei und steht im Austausch mit seinen Nachbarn.“
Ausgangslage

Warum haben Sie das Projekt ins Leben gerufen?

Der demografische Wandel und die zunehmende Singularisierung einerseits und ­andererseits die Bereitschaft und der Wunsch vieler Menschen, auch nach der Erwerbs­arbeit ihr Potential in die Gesellschaft einzubringen, erfordern neue ­Antworten. Das Wohnprojekt Gasserpark stellt die Prävention in den Vordergrund und bietet Möglichkeiten, sich aktiv einzubringen. Es soll Isolation und Einsamkeit vorbeugen und vorhandenes Potential nutzen. Wissenschaftliche Studien weisen ­einen direkten Zusammenhang von gelingenden sozialen Beziehungen und Gesundheit, Bildung sowie Sicherheit aus.

Ziele

Was sind die Ziele in dem Projekt?

Wir wollen, dass unsere Mieterinnen und Mieter in guter Nachbarschaft leben. Das heißt, man kümmert sich umeinander, trägt aktiv zu einer lebenswerten Umgebung bei und steht im Austausch mit den Nachbarinnen und Nachbarn. Wesentlich ist, dass individuelle Ideen in gemeinschaftlichen Aktivitäten oder Veranstaltungen umgesetzt werden. Auch wurde eine gemeinsame Hausordnung erstellt, die unter anderem die Nutzung des Gemeinschafts­raumes regelt. Gemeinsame Erarbeitung und das Aushandeln von Vorhaben und Aktivitäten sind grundlegende Elemente des Projektes.

Methoden

Wie setzten Sie das Projekt konkret um?

Mit allen potenziellen Mieterinnen und Mietern wurden im Vorfeld intensive Einzelgespräche geführt, um die Bereitschaft sich aktiv in das Projekt einzubringen, abzu­klären. Bereits vor dem Einzug haben sich die Mieterinnen und Mieter im Rahmen von moderierten Nachbarschaftstreffen kennengelernt und erste nachbarschaftsfördernde Impulse gesetzt.

Bewährt hat sich auch die externe Prozessbegleitung, die von all unseren Bewohnerinnen und Bewohnern sehr gut angenommen wurde. Aktuell sind gemeinsame Aktivitäten, mit der im Haus befindlichen Spielgruppe, in Vorbereitung. Dass die gute Nachbarschaft der Mieterinnen und Mieter in den Häusern auf die gesamte Wohnanlage und im Idealfall auf das ganze Quartier übergeht, ist unser nächstes Ziel. Weiterhin sehr wichtig ist, dass eine externe Begleitung in Konfliktfällen vorhanden ist. Diese kann auch zur Verbesserung der Kommunikation im Allgemeinen beitragen.

Finanzierung

Wie wurde das Projekt finanziert?

Die Stadt Dornbirn trägt und finanziert das Projekt. Projektorganisation, -management und -controlling werden innerhalb der Stadtverwaltung abgewickelt. Verwaltungsintern gibt es eine Ansprechpartnerin, die den Kontakt mit den Bewohnerinnen und ­Bewohnern pflegt. Die externe Begleitung wird über den Fonds Gesundes Österreich ­mitfinanziert.

Erfahrungen

Welche Erfahrungen haben Sie mit dem Projekt gemacht?

Die sorgfältige Auswahl der Mietenden war wesentlich. Eine gute soziale Durchmischung ist gelungen. Der Großteil der 28 Bewohnerinnen und Bewohner bringt sich aktiv in die Gestaltung und Entwicklung der Nachbarschaft ein. Inzwischen gibt es regelmäßige gemeinschaftliche Aktivitäten wie Montagshock, gemeinsame Ausflüge, Bewegungsangebote, Musikabende, usw.

PechaKucha im Rahmen des IBK-Studientags für Gesundheitsförderung und Prävention am 10. April 2019