Inhalt

Projekt: Fit Card, Jahr: 2001

Projekttitel

Fit Card

Setting

Betriebe / Arbeitsplatz

Zielgruppe

Mitarbeiterinnen / Mitarbeiter

Ort/Land

Dornbirn, (A )

Jahr

2001

Projektträger

SUPRO – Werkstatt für Suchtprophylaxe

→ Link zum Projekt Projektleitung

Martina Battisti
+43 (0)5572 55155

→ martina.battisti@supro.at
Schuhe,Schaumküsse und zwei Jugendliche

Fit Card

Gesundheitsförderung und Suchtprävention im Lehrlingswesen

Was kann die Gesundheits- von der Verkaufsförderung lernen? Antwort: Es ist alles eine Frage der Anreize. Mit der «Fit Card» werden sie geschaffen: Auszubildende, die an Sport- oder Weiterbildungsprogrammen in den Bereichen Gesundheit und Prävention teilnehmen und den jährlichen Fitness-Check absolvieren, sammeln Punkte. Die zahlen sich dann am Ende der Lehrzeit nicht nur in Form von Prämien aus.

Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit der Fa. Julius Blum GmbH, dem Land Vorarlberg und dem Fonds Gesundes Österreich im Rahmen der Kampagne «Kinder stark machen» durchgeführt.

Ziele
  • Sensibilisieren für das eigene Gesundheitsverhalten
  • Zusammenhänge bewusst machen zwischen der eigenen Lebensweise, der Arbeitsweise und der Gesundheit
  • Förderung der Eigenverantwortung und Handlungskompetenzen
Methoden

Die FIT CARD ist ein Projekt der SUPRO im Rahmen der Kampagne «Kinder stark machen». Finanziert wird es vom Fonds Gesundes Österreich, einer österreichweiten Institution für Gesundheitsförderung, die bemüht ist, neue innovative Impulse im Bereich der Gesundheitsförderung zu setzten. Die Globalisierung der Wirtschaft, die wachsende Verbreitung neuer Informationstechnologien verbunden mit der heutigen Arbeitsmarktsituation, stellen neue Anforderungen für die Arbeitswelt dar. Mit diesen neuen Anforderungen wird der Mitarbeiter mehr und mehr in den Mittelpunkt gerückt. So kommt es heute am Arbeitsplatz nicht mehr nur auf fachliche Kompetenzen an, sondern soziale und persönliche Kompetenzen werden immer wichtiger. Im Sinne einer ganzheitlichen Ausbildung spielt heute neben der Vermittlung fachlichen Wissens auch die Ausbildung zu einem gesundheitsbewussten Menschen eine wichtige Rolle. Das heisst, es geht um die Förderung von Fähigkeiten, die es einem Jugendlichen ermöglichen, konstruktiv und effektiv mit den Anforderungen und Belastungen des täglichen Lebens – sprich auch den beruflichen Anforderungen – umzugehen.

Die FIT CARD basiert auf einem Punkte- und Prämiensystem und bietet den Lehrlingen die Möglichkeit, verschiedenste Veranstaltungen rund ums Thema Gesundheit zu besuchen.

So reicht die Palette von Sportprogrammen bis hin zu den Themen Lernen, Konfliktmanagement, Suchtprävention und Ernährung. Zentrales Element ist ein jährlicher Fitness-Check, mit dem Ziel, gesundheitliche Probleme möglichst früh zu erfassen und einen bewussten Umgang mit dem eigenen Körper und der Gesundheit zu lernen. Für den Besuch einer Veranstaltung gibt es einen Punkt. Mit Hilfe einer Datenbank kann sich der Lehrling auf seine persönliche FIT CARD einloggen, wo er sieht, welche Veranstaltungen er besucht hat, den Punktescore und seine Daten aus dem Fitness-Check. Um eine Prämie zu erhalten, muss der Jugendliche über die Lehrzeit hinweg einen bestimmten Punktewert erreichen. Ziel ist es, die Auseinandersetzung mit der eigenen Person, der Gesundheit im Zusammenhang mit der Arbeit sowie das selbstständige und eigenverantwortliche Handeln zu fördern. Das Prämiensystem stellt gerade für Jugendliche einen grossen Anreiz dar. Da es sich bei der FIT CARD um eine langfristige, strukturelle und zukunftsorientierte Massnahme handelt, kann der Gesundheitsförderungsgedanke so auch in die Ausbildungsphilosophie und das Ausbildungssystem integriert werden. In der ersten Projektphase wird die Massnahme auf Lehrlingsebene erprobt, um sie später auch auf Mitarbeiterebene umzusetzen.

Für die Konzeptentwicklung und Projektplanung wurde eine AG initiiert bestehend aus Lehrlingen, Ausbildern Eltern, dem Betriebsarzt und einer Mitarbeiterin von SUPRO-Werkstatt für Suchtprophylaxe. Das Engagement der Jugendlichen wuchs mit zunehmender Dauer der AG. Um die Qualität und Nachhaltigkeit zu gewährleisten dauerte die Planungsphase fast ein Jahr, die gekennzeichnet war von einer intensiven Auseinandersetzung der AG Teilnehmer mit dem Thema.

Die Auswertung erfolgte mittels:

  • Evaluation der AG
  • Erhebung der Qualität und Akzeptanz der Massnahme anhand einer kontinuierlichen Evaluation der einzelnen Veranstaltungen hinsichtlich persönlicher Relevanz und Nutzen und Bewertung der Rahmenbedingungen
  • Evaluation der Gesamtmassnahme in Form von qualitativen Interviews mit Lehrlingen und Ausbildern
  • Reflexion des Projektverlaufs mit den Projektverantwortlichen