Inhalt

Projekt: 65+. Partizipative, sozialraumorientierte Angebotsplanung und -entwicklung, Jahr: 2016

Projekttitel

65+. Partizipative, sozialraumorientierte Angebotsplanung und -entwicklung

Setting

Familien / Wohnraum

Gemeinde

Zielgruppe

Seniorinnen / Senioren

Ort/Land

Götzis, (A )

Jahr

2016

Projektträger

Sozialdienste Götzis GmbH

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Daniel Lins
+43 5523 64 050

→ Daniel.Lins@sozialdienste.goetzis.at

Dorothee Glöckle (Externe Projektbegleitung) / Martin Herburger (Mit-Initiator und Projektleiter bis Herbst 2015)
+43 676 4085860

→ klingeln@seminargloeckle.at
Projektleitung "65plus" Projektleitung "65plus" Projektlogo "65plus" Projektlogo "65plus"
Fünf Personen stehen nebeneinander und halten eine rote Schnur in den Händen Mehrere Personen lauschen einem Vortrag

65+. Partizipative, sozialraumorientierte Angebotsplanung und -entwicklung

Gesundheitsangebote fördern und Lücken in der Versorgungslandschaft schließen

Verantwortliche der Gemeinden Götzis und Koblach hatten den Wunsch, einen Schwerpunkt „65+ und Gesundheit“ zu setzen. Das vorrangige Ziel dabei war, die Akzeptanz bestehender Gesundheitsangebote zu fördern und Lücken in der Versorgungslandschaft zu schließen. Dies soll durch einen Entwicklungsprozess und unter Einbindung der Zielgruppe geschehen. Eine Abstimmung in der Angebotsplanung und -entwicklung, im Sinne eines regionalen Care-Managements, soll bei den zahlreichen Dienstleistern im Gesundheitsbereich ebenfalls forciert werden. Auch bei der Vernetzung und Nutzung gemeinsamer Ressourcen besteht Handlungsbedarf, da finanzielle und personelle Ressourcen begrenzt sind. Zudem plant Koblach ein Sozialzentrum, welches von den Sozialdiensten Götzis – neben dem eigenen Haus in Götzis – betrieben werden soll. Um diese neue Struktur mit Inhalt und Leben zu füllen, braucht es – begleitend zum Bau – entsprechende Ideen und Konzepte. Dies soll ebenfalls in enger Kooperation mit der Zielgruppe erfolgen.

„Das vorrangige Ziel des Projekts ‚65+’ war, die Akzeptanz bestehender Gesundheitsangebote zu fördern und Lücken in der Versorgungslandschaft zu schließen – unter Einbindung der Zielgruppe.“
Ausgangslage

Welche Problematik führte zur Realisierung Ihres Projekts?

Martin Herburger: Ältere Menschen haben häufig kein starkes Interesse an Gesundheitsförderungsangeboten. Umgekehrt sind Informationen über vorhandene Angebote schwer zufinden oder diese sind nur unzureichend auf die Bedürfnisse der Zielgruppe zugeschnitten. Verantwortliche der Gemeinden Götzis und Koblach erkannten diese Versorgungslücken und überlegten, wie sich dieses Themenfeld angehen lässt.

Ziele

Was für konkrete Ziele haben Sie sich mit dem Projekt gesetzt?

Martin Herburger: Wir wollen bei der Zielgruppe die Akzeptanz regionaler Gesundheitsförderungsangebote steigern. Um diese auf die Bedürfnisse der Zielgruppe abzustimmen und deren Gesundheit nachhaltig zu fördern, soll sie in allen Prozessphasen aktiv beteiligt werden. Dazu dient auch eine sich selbst adaptierende Struktur durch Einrichtung einerArbeitsgruppe zum Thema (Seniorenbeirat).

Methoden

Mit welchen Angeboten wollen Sie Ihre Zielgruppe erreichen?

Dorothee Glöckle: Um möglichst viele Menschen anzusprechen, sind die Aktionen breitgefächert. Beispiele sind der Projekt-Blog www.65plus.at und die Internetplattform www.nachbarschaftshilfe-amkumma.at repräsentative Befragungen der Zielgruppe durch Peer-Interviewer, Startveranstaltungen („Worldcafé“) und diverse Arbeitsgruppen (z. B. zu den Bereichen Bewegung, Nachbarschaftshilfe, Vernetzung professioneller Dienste). Die Kooperation mit Vereinen und einem Fitnessstudio ermöglicht weitere interessante Angebote. Die Bekanntheit wird mit Vorträgen und breiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit gesteigert.

Finanzierung

Wie ist das Projekt finanziell abgesichert?

Martin Herburger: Es ist ein Projekt der Gemeinden Götzis und Koblach. Die Projektleitung liegt bei den Sozialdienste Götzis GmbH, einer 100%-igen Tochter der Marktgemeinde Götzis. Das innovative Vorgehen der beiden Gemeinden hat eine finanzielle Unterstützung des Fonds Gesundes Österreich, dem Fonds Gesundes Vorarlberg und vom Land Vorarlberg erhalten. Im Laufe des Projektes ergaben sich weitere Sponsoren im Rahmen einzelnen Aktivitäten bzw. Produkte, etwa die Raiffeisenbank am Kumma.

Erfahrungen

Wie hat sich das Projekt im Verlauf entwickelt?

Dorothee Glöckle: Das Hauptziel war SeniorInnen beider Gemeinden zu erreichen, darüber hinaus Vereine und die in der Betreuung und Pflege Tätige sowie im Weiteren auch die breite Bevölkerung, etwa im Bereich der Nachbarschaftshilfe. Erreicht wurde dies durch regelmäßige Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, etwa mittels Blog, Werbung im Ortsbus, Inseratekampagnen, Pressekonferenzen, Flyer-/Plakataktionen und Veranstaltungen. Die Kooperation mit Vereinen, Initiativen und Firmen hat die Breitenwirkung unterstützt. Entstanden ist z. B. in Koblach die Ehrenamtsinitiative „zKobla dahoam“ und in Kooperation mit dem Österreichischen Alpenverein eine monatliche, sehr gut besuchte Begleitete Wandergruppe. Zur technischen Unterstützung der Ehrenamtsinitiativen und auch für die reine Online-Nutzung wurde die Internetplattform www.nachbarschaftshilfe-amkumma.at entwickelt. Ehrenamtliche Helfer legen fest, in welchen Bereichen sie bereit sind zu helfen. Hilfesuchende geben ihr Anliegen an und finden passende Helfer. Das Kernstück dieser Plattform ist das automatische Matching und Benachrichtigen (per SMS oder E-Mail) von ehrenamtlichen Helfern und Hilfesuchenden. Zudem sind weitere Vorträge/Lesungen (in Kooperation mit Bibliothek) und die Weiterentwicklung des Blog www.65plus.at zu einer Plattform für SeniorInnen geplant. Inzwischen wurden auch Peer-Kümmerer gefunden, die die Aktivitäten über den Projektzeitraum hinaus weiterführen werden.

PechaKucha-Präsentation im Rahmen des IBK-Studientags für Gesundheitsförderung und Prävention am 20. April 2016