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8. Mai 2025
Vierter e.talk des IBK-Preises für Gesundheitsförderung und Prävention
Prof. Bernhard Meyer
Die beSITZbare Stadt. Bewegung für die Langsamen
Unsere Lebensqualität wird nicht nur von uns individuell bestimmt, sondern auch von unserem öffentlichen Umfeld. Denn nur ein zugänglicher und einladender öffentlicher Raum wird schlussendlich auch genützt. Doch wie können Städte so gestaltet werden, dass sie wirklich allen gehören – auch jenen, die sich oft an den Rand gedrängt fühlen?
Am 8. Mai 2025 fand der vierte e.talk aus der Veranstaltungsreihe der IBK-Kommission Gesundheit und Soziales statt. Prof. Bernhard Meyer, langjähriger Professor für Sozialplanung, Gemeinwesenarbeit, Pädagogik nichtprivilegierter Gruppen und neue Technologien an der Evangelischen Hochschule Darmstadt, eröffnete den Abend mit seinem Vortrag «Die besitzbare Stadt. Bewegung für die Langsamen». Anhand zahlreicher Beispiele zeigte er auf, wie städtische Räume so gestaltet werden können, dass sie auch für Kinder, ältere Menschen und andere oft übersehene Gruppen nutzbar und „beSITZbar“ werden. Sein Konzept beruht auf einem Perspektivenwechsel und kommunalem Lernen – denn Sitzen ist nicht gleich Sitzen. Teilhabe begänne oft mit einfachen, aber gezielten Eingriffen in den öffentlichen Raum: «Die Entschleunigung der Stadt gibt auch den Langsamen eine Chance», so Prof. Meyer abschliessend.
Umnutzung bestehender Infrastrukturen
Wie aus bestehenden Infrastrukturen ein Begegnungsraum, Trainingsort oder ein Ort für Kultur werden kann, erklärte anschliessend Willi Dahinden. Er stellte das Projekt «Stägestadt St.Gallen» vor, welches 2019 mit dem IBK-Preis für Gesundheitsförderung und Prävention in der Kategorie «Kreativität» ausgezeichnet wurde. Mit rund 13'000 Treppenstufen, die das Stadtbild von St.Gallen prägen, macht das Projekt Bewegung im Alltag sichtbar und erlebbar. Die Treppen werden dabei auch zur Bühne für kreative Aktionen wie den jährlich stattfindenden «Stägestadt-Tag». Willi Dahinden betonte, dass durch die Nutzung vorhandener Infrastruktur mit geringen Mitteln eine große Wirkung erzielt werden kann.
Stimmen der Teilnehmenden
- «Vielen Dank für die Organisation, Moderation und die Referenten!»
- «Es war sehr inspirierend.»
- «Gute Organisation, gute Formatlänge, Inhalt kurz und knackig - super, gerne wieder.»
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