Inhalt
Unser Schulacker: Wie aus 300 m2 Wiese ein erfolgreicher Acker wird.
SettingFamilien / Wohnraum
Schulen / Bildung
Gemeinde
ZielgruppeBevölkerung allgemein
Kinder
Jugendliche
Ort/LandMarkdorf, (BW)
Jahr2023
ProjektträgerRealschule Markdorf am Bildungszentrum
→ Link zum Projekt ProjektleitungNicola Vogel, Johanna Wenger, Alexandra Gretscher
+49 7544 509649






Unser Schulacker: Wie aus 300 m2 Wiese ein erfolgreicher Acker wird.
Nachhaltigkeit
3. Preisträger
Mit der Unterstützung der GemüseAckerdemie (Acker e.V.) startet die Realschule Markdorf im Februar 2022 mit dem Anbau von verschiedenen Gemüsesorten auf einer 300 m2 großen Wiese direkt neben dem Schulgebäude. Vom Frühjahr bis zum Herbst/Winter erleben nun alle SchülerInnen der 5. Klasse ein komplettes Ackerjahr auf ihrem eigenen Stück Acker.
Angefangen vom Anlegen der Ackerflächen, über das Ausbringen von Saatgut und Aussetzen der Pflanzen, über die regelmäßige Pflege, bis hin zur Ernte führen die Kinder alle notwendigen Arbeiten gemeinsam mit ihren Lehrpersonen aus. Dabei erhalten sie Einblicke in die Gemüsevielfalt und lernen auch ihnen noch unbekannte Gemüsesorten und deren Verarbeitung kennen. Im Unterricht wird zudem auf Themen wie gesunde und nachhaltige Mahlzeiten und den bewusste Umgang mit Lebensmitteln im Allgemeinen eingegangen.
„Mit unserem Acker ermöglichen wir den Kindern viele wertvolle, bleibende und hoffentlich auch prägende Erlebnisse.“
Warum haben Sie das Projekt ins Leben gerufen?
Wir haben uns für dieses Projekt stark gemacht, weil wir es unglaublich wichtig finden, dass unsere Schüler:innen für die Themen Nachhaltigkeit, Lebensmittelverschwendung und bewussten Konsum sensibilisiert werden. Gleichzeitig können wir ihnen auf dem Acker Werte vermitteln, die nach unserer Meinung besonders durch aktives Tun, mit Herz, Hand und Verstand am nachhaltigsten bei den Kindern ankommen. Der Acker ermöglicht uns dies durch seine komplett andere Lernumgebung.
Welche Ziele verfolgt Ihr Projekt?
Wir möchten den Kindern mit dem Projekt Wertschätzung für Lebensmittel vermitteln und Nachhaltigkeit erlebbar machen. Sie erfahren dort auch, was es bedeutet, zusammen, verlässlich und zuverlässig für ein Ziel zu arbeiten. Das stärkt das Selbstwertgefühl von jedem und jeder Einzelnen sowie das Wir-Gefühl in der Klasse.
Wie haben Sie das Projekt angelegt?
Das Projekt startete im Frühjahr 2022 und wurde ursprünglich auf fünf Jahre angelegt. Aufgrund der guten Erfahrungen und Rückmeldungen soll der Acker künftig fest in den Schulalltag integriert werden. Beratung und fachliche Unterstützung erhalten wir durch die GemüseAckerdemie in Berlin. Die Organisation und Durchführung an der Schule wird von uns Ackerlehrerinnen gemeistert.
Wie wird Ihr Projekt finanziert?
Träger des Projekts ist die Realschule Markdorf. Finanziell unterstützt wird das Projekt von der Sparkasse Bodensee, durch Spenden von Firmen aus der Region, Eltern und dem Förderverein der Schule. Unterstützt werden wir auch durch ehrenamtliches Engagement von Eltern, Kollegen und Bürgern aus der Stadt Markdorf.
Wird das Angebot gut angenommen?
Das Fazit der Schüler:innen-Befragung fiel sehr positiv aus. Schon im ersten Jahr konnten Schüler:innen, Eltern und Kolleg:innen, die am Projekt beteiligt waren, mithilfe ihrer tatkräftigen Unterstützung reichlich und vielseitiges Gemüse ernten. Außerdem stellt der Acker eine willkommenen Abwechslung zum herkömmlichen Schulalltag dar.
Erstes Ackergemüse wird auch an die Schulmensa verkauft. In den nächsten Jahren möchten wir das Speisenangebot der Mensa weiter optimieren, sodass in Zukunft noch mehr Schulgemüse auf den Tellern der Schüler:innen landet.