Inhalt
MY PERSPECTIVE
SettingSchulen / Bildung
Betriebe / Arbeitsplatz
Familien / Wohnraum
ZielgruppeJugendliche
Fachpersonenn
Migrantinnen / Migranten
Ort/LandHeiden, Kanton Appenzell Ausserrhoden, (CH )
Jahr2026
ProjektträgerVerein Peer-Campaigns
→ Link zum Projekt→ Weiterer Link zum Projekt Projektleitung
Fausto Tisato
+41 79 221 30 13
Davide Tisato, Projektidee und Leitung Workshops
MY PERSPECTIVE
Blickpunkt Mensch
MY PERSPECTIVE ist ein Peer-Projekt zur Förderung der Integration und Lebenskompetenzen von unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten (mineurs non accompagnés, MNA). In Workshops äußern die Jugendlichen zunächst ihre Bedürfnisse und Zukunftswünsche und tauschen diese aus. Darauf aufbauend entwickeln sie Interviewfragen zu Themen wie Bildung, Arbeit, Wohnen und Zukunftsplanung. Anschließend führen sie Video-Interviews mit ehemaligen MNA, die bereits Ausbildung oder Beruf aufgenommen haben. Die entstehenden Videoporträts zeigen unterschiedliche Lebenswege und dienen als Orientierungs- und Lernmaterial für andere Jugendliche sowie für Fachpersonen. Das Projekt fand in mehreren Schweizer Kantonen statt.
„Im Peer-Projekt MY PERSPECTIVE interviewen MNA ehemalige MNA, um Integrationsstrategien zu entwickeln und anderen Geflüchteten Orientierung zum Leben in der Schweiz zu geben.“
Warum wurde das Projekt ins Leben gerufen?
Junge Geflüchtete stehen gerade beim Übergang in die Volljährigkeit vor immensen Herausforderungen – von Integrationshürden bis hin zu psychischen Belastungen. Sie benötigen Orientierung, um Ziele zu formulieren und Strategien für ihr selbstständiges Erwachsenenleben zu entwickeln.
Welche Ziele verfolgt das Projekt?
Die Teilnehmenden reflektieren ihre Wünsche und entwickeln Zukunftsperspektiven. Sie lernen Integrationsstrategien kennen, nehmen die Herausforderungen wahr und leiten Handlungsoptionen ab. Gleichzeitig stärken sie ihre Kommunikations- und Medienkompetenzen und erleben sich als aktive Mitglieder der Gesellschaft.
Wie wurde das Projekt umgesetzt?
Das Projekt nutzt vielfältige, praxisnahe Methoden mit Fokus auf das Peer-Learning. In Gruppenprozessen werden Austausch, Reflexion und Partizipation gefördert. Die Videoarbeit dient als Lern- und Ausdrucksmittel und stärkt Selbstwirksamkeit sowie soziale und affektive Kompetenzen.
Wie wird das Projekt finanziert?
Das Projekt wird durch öffentliche Mittel, Stiftungen und Förderprogramme finanziert. Dazu zählen das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV, Gesundheitsförderung Schweiz sowie regionale Stiftungen und Fonds. Auch kantonale Integrations- und Bildungsprogramme tragen zur Finanzierung bei.
Welche Erfolge konnten erzielt werden?
Die Workshops fördern Austausch, Zusammenarbeit und Selbstvertrauen der Teilnehmenden. Die Jugendlichen entwickeln eigene Rollen im Team und profitieren von konkreten Tipps ehemaliger MNA. Der «Peer-Council» sowie die mehrstufige Evaluation tragen wesentlich zur Qualität und Weiterentwicklung des Projekts bei. In bisher 10 Kantonen konnten 73 Jugendliche an den Workshops teilnehmen und 29 aussagekräftige Videoporträts produzieren. Schätzungsweise konnten in weiterer Folge zwischen 10.000 und 30.000 Personen mit den Videos erreicht werden.