Inhalt

Projekttitel

Helfen in Seelischer Not (HSN)

Setting

Familien / Wohnraum

Betriebe / Arbeitsplatz

Vereine / Freizeit

Zielgruppe

Bevölkerung allgemein

Ort/Land

Schliersee, (B)

Jahr

2026

Projektträger

HSN - Helfen in Seelischer Not

→ Link zum Projekt Projektleitung

Roger Schmidt, Prof. Dr. Berthold Langguth, Prof. Dr. Peter Kreuzer
+49 (0) 8026 / 9756-0

→ info@hsn-kurse.de

Helfen in Seelischer Not (HSN)

Herz und Haltung

"Helfen in Seelischer Not" (HSN) ist ein niedrigschwelliger Erste-Hilfe-Kurs für seelische Krisen. Das Projekt wurde 2023 an der Universität Regensburg entwickelt und vermittelt alltagsnahes Wissen zum Erkennen psychischer Belastungen, zur Gesprächsführung und zur Weitervermittlung an geeignete Hilfsangebote. Ziel ist es, Handlungssicherheit im Umgang mit Menschen in seelischen Krisen zu stärken. HSN umfasst Kurse für die Öffentlichkeit, die Ausbildung von Anleitenden, eine digitale Lernplattform sowie wissenschaftliche Begleitung. Seit der Pilotphase 2023 wird das Projekt skaliert und bis 2027 gefördert. 

„Helfen kann jede:r von uns – es geht darum, im richtigen Moment nicht wegzusehen und mit Herz und Respekt zu handeln.“
Ausgangslage

Warum wurde das Projekt ins Leben gerufen? 

Immer mehr Menschen erleben seelische Belastungen, doch das Umfeld reagiert oft mit Unsicherheit oder Wegsehen. Da Betroffene sich aus Scham häufig spät Hilfe suchen, wurde HSN 2023 an der Universität Regensburg entwickelt, um diese Lücke durch ein strukturiertes Angebot zur psychischen Ersten Hilfe zu schließen.

Ziele

Welche Ziele verfolgt das Projekt? 

HSN will Hemmschwellen abbauen und Ersthelfende befähigen, in Krisensituationen sicher und empathisch zu agieren. Durch die Vermittlung von Handlungskompetenz soll psychische Erste Hilfe ebenso selbstverständlich werden wie die klassische Erste Hilfe bei medizinischen Notfällen.

Methoden

Wie wurde das Projekt umgesetzt? 

Die Umsetzung des Projekts erfolgt durch ein interdisziplinäres Expertenteam aus den Bereichen Medizin, Psychologie, Bildung, Sozialarbeit und Seelsorge, wobei auch Menschen mit eigener Krisenerfahrung aktiv eingebunden sind. Methodisch setzt HSN auf eine Kombination aus kompakten, alltagsnahen Schulungen für die breite Öffentlichkeit und der gezielten Ausbildung qualifizierter Anleitender, um das Angebot flächendeckend zu skalieren. Ergänzt wird dieser Ansatz durch eine digitale Lernplattform und öffentliche Online-Kurse, die einen barrierefreien Zugang zu Erste-Hilfe-Wissen für seelische Notlagen ermöglichen. Eine kontinuierliche wissenschaftliche Begleitung stellt dabei die Qualitätssicherung und die fachliche Weiterentwicklung der Kursinhalte sicher.

Finanzierung

Wie wird das Projekt finanziert? 

Das Projekt wird durch das Bayerische Staatsministerium gefördert. Die Finanzierung deckt sich zudem über Zuwendungen und Projektmittel.

Erfahrungen

Welche Erfolge konnten erzielt werden? 

Die Resonanz ist sehr positiv: Bis Ende September 2025 wurden bereits 248 Kurse mit insgesamt 2.976 Teilnehmenden durchgeführt. Aktuell sind 36 Anleiter:innen aktiv, weitere 70 befinden sich in Ausbildung. Das Projekt befindet sich nach einer erfolgreichen Pilotphase in der deutschlandweiten Skalierung.