Inhalt
Habe die Ehre
SettingGemeinde
ZielgruppeSeniorinnen / Senioren
Ort/LandZell, (B)
Jahr2026
ProjektträgerGemeinde Zell
→ Link zum Projekt ProjektleitungAndrea Macht, Projektkoordination
09468 906731 / 0151 70127855
Thomas Schwarzfischer
Habe die Ehre
Blickpunkt Mensch
"Habe die Ehre" ist ein kommunales Projekt der Gemeinde Zell (Bayern) zur Förderung sozialer Teilhabe älterer Menschen. Ziel war es, Einsamkeit zu reduzieren und gesundheitsfördernde Angebote für Seniorinnen und Senioren zu entwickeln. In einem partizipativen Prozess wurden Bedarfe erhoben und darauf aufbauend Maßnahmen in den Bereichen Bildung, Bewegung und Gesundheit umgesetzt. Die Zielgruppe wurde in Planung und Weiterentwicklung der Angebote einbezogen.
„Älter werden in unserer Gemeinde heißt nicht, zu vereinsamen. Durch gemeinsames Erleben, Bewegung und Bildung gestalten wir einen erfüllten Lebensabend mitten in der Gesellschaft.“
Warum wurde das Projekt ins Leben gerufen?
Zell ist eine ländliche Gemeinde mit mehreren Ortsteilen. Um dem Wunsch der Bürgerinnen und Bürger nach einem erfüllten, interessanten und möglichst gesunden Lebensabend nachzukommen, wurde das Projekt initiiert. Es galt, die Angebotspalette für Seniorinnen und Senioren zu erweitern und das Einsamkeitsempfinden aktiv zu reduzieren, um gesundheitlichen Folgen von Isolation entgegenzuwirken.
Welche Ziele verfolgt das Projekt?
Zentrales Ziel ist die Verbesserung der Lebensqualität und des Wohlbefindens von Seniorinnen und Senioren in schwierigen Lebenslagen. Durch gezielte Angebote zur Gesundheitsförderung sowie Maßnahmen zur Vermeidung von sozialer Isolation sollen altersbedingte Erkrankungen, die mit mangelnder gesellschaftlicher Teilhabe einhergehen, hinausgezögert oder vermieden werden.
Wie wurde das Projekt umgesetzt?
Die Umsetzung des Projekts basierte auf einem partizipativen und strukturierten Prozess, bei dem die Zielgruppe durch die kontinuierliche Einbindung in Steuerungs- und Planungsgruppen direkt an der Gestaltung der Angebote beteiligt war. Um Barrieren zur Teilnahme abzubauen, fanden die Angebote dezentral in den verschiedenen Ortsteilen statt, und es wurde ein kostenloser Hol- und Bring-Dienst bereitgestellt. Die Qualität und Nachhaltigkeit der neu geschaffenen Strukturen wurde dabei durch eine wissenschaftliche Evaluation seitens der Ludwig-Maximilians-Universität München sowie die gezielte Qualifizierung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren langfristig gesichert.
Wie wird das Projekt finanziert?
Das Projekt wurde aus dem Haushalt der Gemeinde Zell und Beiträgen der Teilnehmenden finanziert.
Welche Erfolge konnten erzielt werden?
Während der Laufzeit fanden 75 Veranstaltungen mit rund 1.170 Teilnahmen statt. Neue Angebote, wie etwa eine Seniorensportgruppe, wurden fest in der Gemeinde etabliert. Die wissenschaftliche Evaluation belegt: Die Teilnehmenden berichten von weniger Einsamkeit und einem gesteigerten Wohlbefinden.