Inhalt
Erinnerungsbaum für Sternenkinder
SettingVereine / Freizeit
Gemeinde
Sonstige
ZielgruppeBevölkerung allgemein
Fachpersonenn
Erwachsene
Ort/LandStuttgart, (BW)
Jahr2026
ProjektträgerEhrenamtlich
→ Link zum Projekt ProjektleitungKatrin Neher, Katrin Lasinski, Cornelia Reiser-Neudeck
01631970504
Erinnerungsbaum für Sternenkinder
Herz und Haltung
Das Projekt "Erinnerungsbaum für Sternenkinder" ist eine ehrenamtlich organisierte Initiative in Baden-Württemberg. In der Weihnachtszeit werden öffentlich zugängliche Erinnerungsbäume für Familien von Kindern aufgestellt, die während der Schwangerschaft, bei der Geburt oder im ersten Lebensjahr verstorben sind. Angehörige können personalisierte Anhänger anbringen und die Bäume als Ort des stillen Gedenkens oder des Austauschs nutzen. Das Projekt wurde 2024 in Stuttgart gestartet und 2025 auf weitere Standorte (u. a. Heilbronn und Ludwigsburg) ausgeweitet.
„Wir brechen das Schweigen und Verwandeln ein Tabu in einen Ort der Begegnung – damit kein Sternenkind vergessen wird.“
Warum wurde das Projekt ins Leben gerufen?
In Deutschland gibt es jährlich ca. 3.000 Kinder die tot zur Welt kommen, ca. 200.000 Fehlgeburten, 100.000 Schwangerschaftsabbrüche und nochmals ca. 2.000 Kinder, die im ersten Lebensjahr versterben – weit mehr als öffentlich wahrgenommen wird. Dennoch haben Tod und Trauer im sozialen Raum kaum Platz, was für Betroffene oft zu einer "doppelten Krise" führt. Die Initiative entstand im Sommer 2024, um diesem Schweigen entgegenzuwirken.
Welche Ziele verfolgt das Projekt?
Hauptziel ist die Schaffung eines sicheren, öffentlichen Raums für das stille Erinnern oder den aktiven Austausch betroffener Familien. Die Familien sollen in ihrer Trauer wahrgenommen werden, während gleichzeitig das Bewusstsein in der breiten Bevölkerung für das Thema Sternenkinder gestärkt wird.
Wie wurde das Projekt umgesetzt?
Das Projekt wird vollständig durch das ehrenamtliche Engagement der drei Organisatorinnen initiiert, geplant und umgesetzt. Zwischen November und Januar werden an öffentlich zugänglichen Orten Tannenbäume aufgestellt, die als Anlaufstelle dienen. Die Initiative kooperiert dabei mit regionalen Partnern.
Um betroffene Familien zu erreichen und das Thema in die Gesellschaft zu tragen, wird die Reichweite durch Öffentlichkeitsarbeit in sozialen Medien sowie Radio- und Zeitungsbeiträgen erhöht.
Wie wird das Projekt finanziert?
Das Projekt trägt sich durch ehrenamtliches Engagement, Sachspenden (Baumschmuck, Windlichter) und Kooperationspartner. Die Personalkosten für Planung und Durchführung werden vollständig durch das Ehrenamt abgedeckt.
Welche Erfolge konnten erzielt werden?
Während die Initiative 2024 mit einem einzigen Baum in Stuttgart startete, wurde das Angebot 2025 bereits auf drei Standorte ausgeweitet. Rund 60 persönliche Erinnerungsstücke wurden am Stuttgarter Baum 2024 gezählt, und die begleitenden Veranstaltungen boten 30 bis 50 Familien einen schützenden Raum für Austausch und Gedenken. 2025 waren es bereits 200 Erinnerungsstücke.