Inhalt
Design für Neurodiversität
SettingFamilien / Wohnraum
Betriebe / Arbeitsplatz
ZielgruppeFachpersonenn
Erwachsene
Behinderte Menschen
Ort/LandSchaan, (FL)
Jahr2026
ProjektträgerNeuroarchitecture Studio
→ Link zum Projekt ProjektleitungCarola Mayerhoffer
+4367761758342
Design für Neurodiversität
Frisch gedacht!
"Design für Neurodiversität" ist ein Workshopformat des Neuroarchitecture Studio in Liechtenstein, das sich mit der Wirkung von Räumen auf unterschiedliche Wahrnehmungen beschäftigt. In interaktiven Workshops reflektieren Teilnehmende ihre eigenen räumlichen Bedürfnisse und tauschen Erfahrungen über Wahrnehmung, Reize und Wohlbefinden aus. Über kurze Inputs, Diskussionen und kreative Gestaltungsübungen werden individuelle Erfahrungen sichtbar gemacht und in Ideen für alltagsnahe Veränderungen von Räumen übersetzt. Das Projekt versteht Gestaltung als Mittel, um unterschiedliche Wahrnehmungen sichtbar zu machen und neue Perspektiven auf neuroinklusive Raumgestaltung zu eröffnen.
„Inklusion wird nicht durch die Anpassung des Menschen erreicht, sondern durch die Gestaltung der Umgebung.“
Warum wurde das Projekt ins Leben gerufen?
Viele Räume sind einseitig auf eine vermeintlich "durchschnittliche" Wahrnehmung optimiert. Wer anders wahrnimmt, muss sich oft anpassen: Reize werden ausgeblendet, Bedürfnisse zurückgestellt oder still ausgehalten. Diese Erfahrungen bleiben meist individuell und damit unsichtbar, da neurodiverse Perspektiven in klassischen Gestaltungsprozessen bislang kaum Raum finden.
Welche Ziele verfolgt das Projekt?
Das Projekt möchte neurodiverse Wahrnehmungen sichtbar machen und Menschen einen Zugang zu ihren eigenen räumlichen Bedürfnissen eröffnen. Über kreative Methoden werden Selbstreflexion, Austausch und Selbstbestimmung gefördert. Das übergeordnete Ziel ist es, Räume nicht länger als "neutral gegeben" hinzunehmen, sondern als veränderbar zu begreifen.
Wie wurde das Projekt umgesetzt?
Die Umsetzung erfolgt über ein interaktives Workshopformat, das mit kurzen fachlichen Inputs, offenem Austausch und praktischen Gestaltungsübungen arbeitet. Ausgehend von eigenen Erfahrungen – etwa als autistische Person – entwickelte die Initiatorin einen Ansatz, der die Gestaltung von Umgebungen in den Dienst der individuellen Gesundheitsförderung stellt.
Wie wird das Projekt finanziert?
Das Projekt wird eigenständig vom Neuroarchitecture Studio getragen. Die Umsetzung erfolgt flexibel und ohne externe institutionelle Förderung; die Entwicklung und Durchführung der Workshops basieren auf Eigeninitiative und Eigenleistung.
Welche Erfolge konnten erzielt werden?
Das Workshopformat wurde in drei Durchgängen mit kleinen Gruppen (bis zu 10 Personen) pilotiert. Der offene Austausch erwies sich als zentral, um eigene Wahrnehmungen zu benennen und einzuordnen. Die Teilnehmenden entwickelten konkrete, alltagsnahe Ideen für neuroinklusive Räume. Das große Interesse an diesem ungewöhnlichen Präventionsansatz zeigt sich unter anderem darin, dass das Projekt bereits für die Weiterführung in einer anderen Organisation angefragt wurde.