Inhalt

Projekttitel

Demenzcafé

Setting

Gemeinde

Zielgruppe

Seniorinnen / Senioren

Ort/Land

Lustenau (in neun Gemeinden), (A )

Jahr

2026

Projektträger

connexia Gesellschaft für Gesundheit und Pflege GmbH -Aktion Demenz

→ Link zum Projekt Projektleitung

Daniela Egger, connexia - Gesellschaft für Gesundheit und Pflege GmbH, Projektleitung Aktion Demenz
+43 5574 48787 15

→ daniela.egger@connexia.at

Silvia Huchler, BA MSc Marktgemeinde Lustenau, Leitung Soziales, Gesundheit und Bürgerservice

Demenzcafé

Blickpunkt Mensch

Das Demenz-Café Vorarlberg ist ein Treffpunkt für Menschen mit Demenz, der von der Initiative Aktion Demenz der connexia Gesellschaft für Gesundheit und Pflege organisiert wird. Bei regelmäßigen Treffen kommen Betroffene in einer geschützten Umgebung bei Kaffee und Kuchen zusammen, tauschen sich aus und verbringen Zeit miteinander. Die Teilnahme erfolgt ohne festes Programm; die Gäste entscheiden selbst über Aktivitäten wie Gespräche oder gemeinsames Singen. Das Demenzcafé wird in mehreren Gemeinden Vorarlbergs angeboten. Ziel ist es, soziale Kontakte zu ermöglichen und einem Gefühl von Isolation entgegenzuwirken. 

„Miteinander statt nebeneinander: Im Demenzcafé schaffen wir einen Raum, in dem Demenz kein Tabu ist, sondern Teil eines lebendigen Alltags.“
Ausgangslage

Warum wurde das Projekt ins Leben gerufen?

Während der COVID-19-Pandemie wurde ein Online-Treffpunkt für Menschen mit Demenz initiiert. Daraus entwickelte sich der dringende Wunsch der Betroffenen nach persönlichen Begegnungsmöglichkeiten "von Angesicht zu Angesicht", um dem Gefühl der Isolation aktiv entgegenzuwirken.

Ziele

Welche Ziele verfolgt das Projekt? 

Zentrales Ziel ist die Schaffung eines sicheren Treffpunkts zur Förderung sozialer Kontakte und gemeinsamer Aktivitäten. Das Angebot zielt darauf ab, die soziale Teilhabe und Lebensqualität der Betroffenen möglichst lange zu erhalten und gleichzeitig pflegende An- und Zugehörige durch die Einbindung in ein stabiles soziales Netz zu entlasten.

Methoden

Wie wurde das Projekt umgesetzt? 

Die Umsetzung erfolgt durch eine strukturierte Kombination aus Professionalität und bürgerschaftlichem Engagement:

  • Regelmäßigkeit & Struktur: Durchführung regelmäßiger Café-Nachmittage in verschiedenen Gemeinden, koordiniert durch die Initiative Aktion Demenz.
  • Selbstbestimmung: Die Aktivitäten orientieren sich an den tagesaktuellen Bedürfnissen der Gäste – von Gesprächen bis hin zum gemeinsamen Singen oder Spielen.
  • Ehrenamtliches Fundament: Die Cafés werden von geschulten ehrenamtlichen Mitarbeitenden in Zusammenarbeit mit Fachpersonen der jeweiligen Gemeinden betreut – meist in Kooperation mit den Mobilen Hilfsdiensten.
Finanzierung

Wie wird das Projekt finanziert? 

Die Finanzierung des Demenz-Cafés basiert auf einem kooperativen Modell zwischen Land, Gemeinden und der Initiative Aktion Demenz:

  • Förderstruktur: Das Projekt wird durch eine Sonderförderung der Vorarlberger Landesregierung sowie pauschale Beiträge der Aktion Demenz unterstützt. 
  • Infrastruktur: Die Gemeinden stellen nach Möglichkeit Räumlichkeiten zur Verfügung.
  • Personal: Hauptverantwortliche, meist aus dem Mobilen Hilfsdienst (MOHI), werden von den oben genannten Förderstrukturen finanziert. Unterstützt werden die Hauptverantwortlichen durch ein starkes ehrenamtliches Team. 
Erfahrungen

Welche Erfolge konnten erzielt werden? 

Der Erfolg des Projekts zeigt sich in seiner stetigen Ausweitung: Was 2021 als Pilot begann, wird mittlerweile in neun Gemeinden Vorarlbergs angeboten. Aufgrund der steigenden Nachfrage finden die Treffen an einigen Standorten bereits zweimal wöchentlich statt. Für das Jahr 2026 sind bereits vier weitere Standorte in Planung, um eine flächendeckende Teilhabe zu ermöglichen.